News Detail
26.01.2012

Neuer Handysektor-Flyer: Mobbing aus der Opferperspektive


Mit dem neuen Flyer „Opfer, Schlampe, Hurensohn. Gegen Mobbing“ bietet der Handysektor Anregungen, das Thema Mobbing aus der Opferperspektive aufzugreifen und mit Jugendlichen zu thematisieren. Der Flyer ist ab sofort per Download oder in gedruckter Form kostenlos erhältlich. Das Projekt www.handysektor.de ist eine Kooperation der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) und des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs).


Wie fühlen sich Mobbing-Opfer?
Mit dem Flyer sollen mögliche Mobbing-Opfer zur Auseinandersetzung mit der eigenen Situation angeregt werden. In Comic-Form werden hier zentrale Fragen benannt und beantwortet, die sich Betroffene stellen, z.B.: „Bin ich schuld...soll ich irgendwas an mir ändern?“ oder „Womit hat das eigentlich alles angefangen?“. Es werden Wege aufzeigt, über die Opfer Hilfe finden können, z.B. indem sie sich nahestehenden Personen anzuvertrauen. Im Fokus steht die Gefühlslage eines/r Betroffenen. Der Flyer kann zum Anlass genommen werden, mit Jugendlichen im schulischen oder außerschulischen Bereich über das Thema „Mobbing“ und die prekäre Situation von Opfern niedrigschwellig ins Gespräch zu kommen. Er ist ergänzend zu den Handysektor-Flyern „FERTIGMACHEN ist TABU“, „…und redest selber von Respekt und Würde“, „Das Netz vergisst nichts!“ und „VOLL PORNO“ einsetzbar. Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes ist Kooperationspartner bei der Entwicklung und Verbreitung des Flyers.  Dieser steht zum Download bereit oder kann als gedruckte Version bei redaktion@handysektor.de kostenlos bestellt werden.


Weitere Materialien zum Thema
Dass auch das Mobbing im Internet (Cyber-Mobbing) weiterhin ein wichtiges Thema ist, dem Beachtung geschenkt werden sollte, wird erneut durch einen Blick auf die JIM-Studie 2011 deutlich: Auf die Frage, ob es jemanden im eigenen Bekanntenkreis gibt, der schon im Internet fertig gemacht wurde, antworteten 22 Prozent der befragten Jugendlichen mit „Ja“. Die Broschüre „Was tun bei Cyber-Mobbing?“ der EU-Initiative klicksafe bietet zahlreiche Anregungen, dieses Thema präventiv im Unterricht zu behandeln. Sie ist ein Zusatzmodul zum Lehrer-Handbuch „KnowHow für junge User“.
Grundlegende Informationen zu diesem Thema für Eltern und Fachkräfte finden sich auch in der Broschüre „Cyber-Mobbing“, die bei der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, Landesstelle Nordrhein-Westfalen e.V. bestellt werden kann.