Lebenslanges Lernen

Medien nutzen

Kinder und Jugendliche lernen den Umgang mit Computer, Internet, Handy und Co. ganz spielerisch und quasi nebenbei. Die Geräte sind in den meisten Haushalten vorhanden, ihre Bedienung wird nach und nach intuitiv erprobt oder sogar in der Schule (z. B. im Informatikunterricht) erlernt. Allen, die nicht bereits mit Medien wie E-Mail und Handy aufgewachsen sind, fällt die Aneignung bzw. der Umgang mit dieser Technik schon etwas schwerer. Hier braucht es Neugierde, Bereitschaft und vielleicht auch etwas Geduld, sich mit neuen Inhalten, neuen Kommunikationsformen und der neuen Technik auseinander zu setzen. Aber dieses (lebenslange) Engagement lohnt sich: Man lernt neue Möglichkeiten und Felder der medienpädagogischen Arbeit kennen und gewinnt wichtige Einblicke in die Lebenswelt der heute mit den Neuen Medien aufwachsenden Kinder und Jugendlichen.

Den eigenen Horizont erweitern

Um die eigene Medienkompetenz zu stärken und Medien souverän bedienen oder kreativ nutzen zu können, braucht es Grundlagenwissen. Die Handhabung der Geräte und der entsprechenden Anwendungen will gelernt sein. Sonst wird z.B. die Vielfalt der Informationen im Internet vielmehr zu einer unüberschaubaren Datenmenge, in der man nicht die gewünschten Erkärungen findet. 

Viele Bildungsträger in NRW bieten dafür Einsteigerkurse, in denen man die Medien und ihre Nutzung kennen lernen kann. Das Spektrum reicht von Kursen, die in die Bedienung des Computers einführen oder sich mit einem speziellen Angebot befassen, z. B. Textverarbeitung oder Internetrecherche, bis hin zu Workshops, in denen die gestalterischen Möglichkeiten der Neuen Medien ausprobiert werden, z. B. in den Bereichen digitale Fotografie und Bildbearbeitung.
Diese Fortbildungen geben auch wichtige Impulse für den beruflichen Medieneinsatz. Angeboten werden sie z. B. durch die Volkshochschulen oder in Form von E-Learning-Kursen bspw. beim WebKollegNRW.

Das Internet eröffnet schnellen Zugang zu mannigfaltigen Informationen. Die Fähigkeit, zielgerichtet recherchieren und die Ergebnisse kritisch beurteilen zu können ist im digitalen Zeitalter wichtiger denn je. Sowohl für einzelne Nutzer wie auch für demokratische (Meinungsbildungs-)Prozesse in Gesellschaften.
Die Broschüre „Der Info-Kompass“ wird von der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) herausgegeben und zeigt anhand zahlreicher Beispiele Hintergründe, Strategien und Wege auf, um in der täglichen Informationsflut den Überblick zu behalten.

Mit der Erweiterung des eigenen (Medien-)Horizonts kann auch ein Perspektivwechsel verbunden sein. Medien, die bisher nur als Rezipient genutzt wurden, bieten ebenso die Chance, sie aktiv einzusetzen. Alle Bürger/innen in NRW können sich z. B. im Bereich der Bürgermedien engagieren und in kostenlosen Kursen lernen, wie man Radio- oder Fernsehbeiträge erstellt. Die Veröffentlichung dieser Beiträge im lokalen Rundfunk oder im TV-Lernsender.NRW (nrwision) stellt zugleich einen Weg dar, sich öffentlich zu aktuellen Themen zu äußern und damit an gesellschaftlichen Diskussionen zu partizipieren.

Auf dem Laufenden bleiben

Medien als Lern-Werkzeuge bieten vielfältige Möglichkeiten, sich kontinuierlich über neue Entwicklungen oder neue Formen der medienpädagogischen Arbeit zu informieren. Viele Internetseiten veröffentlichen Aufsätze und Materialien zu Medienthemen und vermitteln Interessierten ein gutes Überblickswissen. Für eine kontinuierliche Beschäftigung mit den Neuen Medien bietet die Rubrik „Weitere News-Angebote“ auf diesem Portal eine Liste von Internetseiten, die regelmäßig Neues aus der Medienwelt berichten. Auch der Newsletter und die unter „Weitere Newsletter“ genannten Angebote helfen dabei, auf dem Laufenden zu bleiben.

Eine Chance zum Austausch oder zur Vernetzung mit anderen bieten die vielen medienpädagogischen (Fach-)Tagungen und Kongresse – in NRW und bundesweit. Hier kann man neue Formen und Akteure medienpädagogischen Arbeitens kennen lernen. In der Rubrik "Aktuelles" berichten wir über anstehende Veranstaltungen.

Zu einem kompetenten Umgang mit Medien gehört auch, Entwicklungen kritisch einschätzen zu können und sich der problematischen Aspekte und der Risiken, z. B. des Internets, bewusst zu sein. Fragen nach problematischer Mediennutzung (Computerspiel- oder Online-Sucht) oder jugendgefährdenden Internetseiten dürfen über die vielen Gestaltungsmöglichkeiten der neuen Medien nicht vergessen werden.