Kindertageseinrichtungen

Früh übt sich ...

Immer mehr Kindertageseinrichtungen setzen sich aktiv mit dem Thema Medien auseinander. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Bildungsgrundsätzen NRW wieder. Medien werden hier als eigenständiger Bildungsbereich gesehen, um Kinder „für ein souveränes Leben mit Medien stark zu machen“.

Medienerziehung vor der Schule

Für Vorschulkinder ist vor allem die Möglichkeit zur Verarbeitung von Medienerlebnissen sehr wichtig. Die Erzieher/innen in Kindertageseinrichtungen können z. B. die Fernseherfahrungen aufgreifen, welche die meisten Kindern in diesem Alter regelmäßig machen. Im Rollenspiel, durch Zeichnungen oder in Gesprächen können die Kinder Möglichkeiten bekommen, die (Medien-)Erlebnisse, die sie emotional beschäftigen, zu verarbeiten. Solche Räume bzw. Anlässe zur Reflektion können sehr niedrigschwellig in den KiTa-Alltag integriert werden.

Etwas mehr Vorbereitung brauchen praktische Medienprojekte, die in Kindertageseinrichtungen spielerisch und kreativ umgesetzt werden können. Vielleicht basteln die Kinder ein eigenes Geräuschememory und füllen dafür kleine Dosen mit unterschiedlichen Materialien. Oder sie ziehen mit einer Fotokamera los und erstellen ein Bilderrätsel, indem sie Details von Gegenständen fotografieren, die es zu erraten gilt. Etwas aufwändiger in der Vorbereitung – aber sehr spannend in der Umsetzung – ist die Erstellung eines eigenen Trickfilms. Wer sich dafür interessiert, findet praktische Hilfe beim Trickfilm-Festival NRW.

Logo der Medienkompetenz-Kitas NRW

Über den Warenkorb der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) lassen sich eine Reihe von Materialien zur Medienbildung in Kindertagesstätten bestellen.

Auch die Medienkompetenz-Kitas NRW sind eine Initiative der LfM. Das Konzept wurde über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren mit zwölf ausgewählten Kitas in NRW entwickelt und erprobt. Die Dokumentation der Ergebnisse bietet Erzieher/innen, Kitas und Einrichtungsträgern Orientierung und zeigt praktische Möglichkeiten, um Medienkompetenz in Kitas nachhaltig zu fördern. Dazu gehört auch der Newsletter "MekoKitaService".

Der WDR hat im Rahmen seines Bildungsauftrags ebenfalls ein Arbeitspaket Radio- und Fernsehprojekte für den Kindergarten veröffentlicht. Weitere Materialien und Hinweise auf Aktionen bietet zudem die Seite schlauer.wdr.de.

Logo der Stiftung Lesen

Die Stiftung Lesen hält für Kindertagesstätten viele Informationen zur Stärkung der Lesekompetenz von Vorschulkindern bereit. Im Mittelpunkt der Arbeit des Programmbereichs Kita steht sowohl der Kontakt mit pädagogischem Fachpersonal als auch mit Eltern, um ihnen nützliche Hilfestellung und Empfehlungen rund um das Vorlesen und Erzählen zu geben und sie in der täglichen Leseförderungspraxis zu unterstützen. Denn die Grundlagen für die spätere Entwicklung von Sprach- und Lesekompetenz werden in Elternhaus und Kita gleichermaßen gelegt. Mit Handreichungen, Workshops und Fortbildungen gibt die Stiftung Lesen Erzieher/innen viele praxisorientierte Anregungen.