April 2016: Bottroper Netzwerk Medienbildung

Es war eine Art Initialzündung, als sich im Juni 2015 einige Akteure aus dem Bereich der Medienbildung im Regionalen Bildungsbüro der Stadt Bottrop einfanden, um in einer gemeinsamen Absichtserklärung ihre Zusammenarbeit zu dokumentieren. Denn daraus entstand das Bottroper Netzwerk Medienbildung, das seitdem sehr erfolgreich tätig ist. Chancen und Möglichkeiten digitaler Medien in Schule und Unterricht sollten zunächst in den Vordergrund treten und auch ein Blick auf die Unterstützungsmöglichkeiten vor Ort geworfen werden – denn die Entwicklung und Förderung von Medienkompetenz sieht dieses Netzwerk als Gemeinschaftsaufgabe.

Veranstaltungsreihe "Digitale Medien und Schule"

(von l. n. r.): Günter Schenten (Fachbereich Schule der Stadt Bottrop), Volker Heek (Datenschutzbeauftragter), Kerstin Liemann (Päd. Mitarbeiterin i. Regionalen Bildungsbüro Bottrop), Jörg Diekmann (Leiter Lebendige Bibliothek), Detlef Baier (Medienberater f. Grundschulen), (nicht im Bild: Nadine Krüger (Leiterin Kinderbücherei) und Dominik Nowak (Medienberater weiterführende Schulen))

Die erste Veranstaltung im September 2015 widmete sich diesem Kooperationsgedanken und so wurden diejenigen Akteure der Stadt vorgestellt, die sich auf verschiedenen Ebenen mit Fragen rund um die Nutzung digitaler Medien beschäftigen und die heute das Netzwerk Medienbildung darstellen. Dazu gehören das Kompetenzteam mit seinen Medienberatern, die Lebendige Bibliothek, der Datenschutzbeauftragte für Schulen, die Stadt Bottrop als Schulträger und das Regionale Bildungsnetzwerk. Schulleitungen und Medienbeauftragte hatten die Möglichkeit, die zuständigen Menschen und ihre Rollen und Aufgaben kennen zu lernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Unterstützung gab es von der Medienberatung NRW, die die Veranstaltung mit einem Vortrag über neueste Entwicklungen in der „digitalen Schule“ eröffnete.

Während die Zahl der Teilnehmenden in dieser Auftaktveranstaltung noch „Luft nach oben“ hatte, wendete sich das Blatt bereits beim zweiten Termin: Als das Netzwerk einen Informationsnachmittag zum Thema LOGINEO NRW anbot, war der Raum gut gefüllt und bereits mehr als die Hälfte der Bottroper Schulen vertreten – durch Schulleitungen, Medienbeauftragte und interessierte Lehrerinnen und Lehrer. Wieder war es ein Vertreter der Medienberatung NRW, der als Mitglied der Arbeitsgruppe LOGINEO den konzeptionellen Hintergrund lieferte und sämtliche Fachfragen kompetent beantwortete. Regionalen Bezug brachte der Erfahrungsbericht eines Bottroper Gymnasiums (HHG) aus dem Pilotprojekt mBook.

Nachhaltige regionale Medienkompetenzförderung

Ein wirklich wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger regionaler Medienkompetenzförderung war dann die dritte der insgesamt vier geplanten Veranstaltungen. Der Medienberater für Bottroper (Grund-) Schulen informierte über die Aufgaben der Medienbeauftragten an den Schulen. Immer wieder zeigen sich viele Unsicherheiten über die Rolle und Verantwortungsbereiche. Eine im Vorfeld durchgeführte Umfrage hatte deutlich gemacht, dass auch im Hinblick auf die Erstellung schuleigener Medienkonzepte viele Fragen offen sind. An diesem Nachmittag wurden aber nicht nur offene Fragen beantwortet, sondern auch die Netzwerkarbeit fortgeführt: Am Ende der Veranstaltung äußerten viele der Teilnehmenden Interesse an einem weiteren Austausch untereinander.

Die „Belohnung“ für die gemeinsame zielgerichtete Arbeit und die konsequente Linie in der Außendarstellung zeigte sich bei den Anmeldezahlen für die vierte Veranstaltung: der Informationsnachmittag zur Nutzung der SMART-Boards war bereits nach drei Tagen ausgebucht, sodass nun eine Folgeveranstaltung geplant wird. Denn eines hat sich das Bottroper Netzwerk Medienbildung vorgenommen: Wer Unterstützung braucht, der soll sie bekommen! Und so laufen bereits die Planungen für das kommende Schuljahr…