Digitale-Spielewelten

Wie kann man digitale Spiele in der Schule thematisieren? Welche Institutionen beschäftigen sich mit diesem Kulturgut? Welche Spiele eigenen sich zur (medien-) pädagogischen Nutzung und wo gibt es Veranstaltungen zum Thema? Antworten auf diese Fragen gibt die Plattform Digitale-Spielewelten.de.

Digitale-Spielewelten auf einen Blick:

  • Stellt eine Plattform mit Informationen (Magazin) und Praxismaterialien (Methoden und Projekte) dar
  • Ziel ist die Vermittlung eines verantwortungsvollen, souveränen Umgangs mit digitalen Spielen
  • Die Webseite gibt es seit Mitte 2015
  • Die Zielgruppe sind Pädagog/innen und Eltern
  • Verschiedene Akteur/innen werden durch Einstellen ihrer Materialien zum Teil des Netzwerks
  • Ein Angebot des Instituts Spielraum der TH Köln und der Stiftung Digitale Spielekultur
  • Gefördert durch das Bundesministierum für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie den Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware

Weitere Informationen finden Sie unter https://digitale-spielewelten.de/

Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete auf der Gamescom digitale Spiele als „Kulturgut“. Computerspiele stellen Pädagog/innen jedoch oft vor Herausforderungen. Um Eltern und Pädagog/innen im Umgang mit digitalen Spielen zu unterstützen und einen kreativen, aber auch kritischen Umgang mit Games zu fördern, wurde die informative Webseite initiiert. Zusätzlich vernetzt sie Initiativen, Institutionen und Einrichtungen, die sich mit der Thematik befassen.

Projekte, Methoden, Materialien

Um praktisch bei der pädagogischen Umsetzung zu unterstützen, stellt Digitale-Spielwelten.de einen Methodenpool zur Verfügung. Die mit einer Creative-Commons-Lizenz freigegebenen Module können je nach Zielgruppe und vorhandenen Materialien ausgewählt und verwendet werden. Dabei kann zunächst im Methodenpool gestöbert und anschließend passende Materialien heruntergeladen werden.  

Neben einzelnen Methoden gibt es auch einen Bereich für Projekte. Diese beschreiben, wie verschiedene Methoden im Rahmen eines größeren Events erfolgreich umgesetzt werden können. Dabei handelt es sich nicht um kleinschrittige Erklärungen, sondern eher um eine bereits erfolgreich umgesetzte Grundidee, die zum Nachahmen einlädt. Zudem werden Spiele vorgstellt, die sich gut in der Bildung einsetzen lassen.

Die Webseite Digitale-Spielewelten wird ständig durch neue Materialien erweitert. Jede/r Akteur/in, der sich pädagogisch mit Games befasst, kann seine Methode einreichen oder von seinem Projekt berichten und dies dann von Pädagog/innen des Instituts Spielraum der TH Köln prüfen lassen. Anschließend wird es auf der Webseite veröffentlicht. So kann jeder/r Interessierte Teil des, in einem eigenen Menüpunkt abgebildeten, Netzwerks werden.

Das Magazin

Ein weiteres Angebot der Webseite ist das Magazin. Es bietet Informationen rund um die Welt digitaler Spiele. Die Autoren geben Veranstaltungstipps aus der Spiele- und Spielpädagogikbranche und weisen auf Wettbewerbe hin, an denen man sich mit selbst programmierten Spielen beteiligen kann.

Das Magazin informiert über Veröffentlichungen von Broschüren oder Forschungsbeiträgen, wie zum Beispiel Bachelorarbeiten oder Studien. In Rezensionen bewertet das Portal medienpädagogische Angebote und Publikationen zum digitalen Spielen. Außerdem wird regelmäßig auf interessante Fundstücke hingewiesen.

Gründe für die Auszeichnung als Empfehlung des Monats

Digitale Spiele sind ein Kulturgut, das in pädagogischen Settings kreativ eingebunden, aber auch kritisch betrachtet werden sollte. Mit diesem Credo bietet Digitale-Spielwelten.de seit knapp zwei-ein-halb Jahren wertvolle pädagogische Materialien für Interessierte, Pädagog/innen und Eltern. Dabei binden sie Akteur/innen, die sich pädagogisch mit digitalen Spielen beschäftigen sinnvoll ein und schaffen so, zum einen ein breites, informatives und kostenloses Angebot, zum anderen einen Überblick über die Vielfältigkeit der Initiativen und Institutionen, die sich dem Thema Games pädagogisch widmen. Ein Mitmachprojekt, von dem insbesondere durch die frei verfügbaren Lern und Lehrmaterialien, Informationstexte und Veranstaltungstipps viele Pädagog/innen profitieren können.