Initiative Eltern+Medien

Wie viel Fernsehen darf sein? Wann ist ein Kind reif für einen Computer, das Internet oder ein Smartphone? Machen Computerspiele wirklich süchtig und welche Alterskennzeichnungen gibt es eigentlich? Diese und viele weitere Fragen rund um die Mediennutzung von Kindern gehören heutzutage zum Erziehungsalltag selbstverständlich dazu. Unterstützung beim Finden passender Antworten bietet die Initiative Eltern+Medien in Form von medienpädagogischen Elternabenden.

Initiative Eltern+Medien auf einen Blick:

  • Die Initiative Eltern+Medien stellt für Orientierungs- und Informationsveranstaltungen für Eltern kostenlos Referent/innen zur Verfügung und unterstützt bei der Organisation.
  • Gegründet 2007
  • Ein Angebot der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)
  • Durchgeführt vom Grimme-Institut in Marl
  • Veranstaltungen zum Thema Hören finden in Kooperation mit der Initiative Hören und der Schule des Hörens statt.

Weitere Informationen finden Sie im MPA-Datenbankeintrag zur Initiative Eltern+Medien sowie unter elternundmedien.de

Seit mittlerweile 10 Jahren bietet die Initiative Eltern+Medien Orientierungs- und Beratungsangebote, um Eltern bei der Medienerziehung ihrer Kinder zu begleiten. Die Initiative unterstützt Bildungsträger wie Kindergärten, Kitas, Schulen und Familienzentren aber auch andere Initiativen wie beispielsweise Elternvereine. Das Angebot umfasst verschiedene Vorträge für unterschiedliche Zielgruppen. Für die Durchführung der Veranstaltung wurde ein Referentenpool aus 80 Medienpädagog/innen am Grimme-Institut qualifiziert. Zudem unterstützt die Initiative Eltern+Medien bei der Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen. Dazu stehen beispielsweise vorgefertigte Einladungsbriefe, Tipps und Bausteine für Pressemitteilungen oder auch hilfreiche Literaturtipps online zur Verfügung. Auf der Webseite der Initiative kann man sich aktuell in eine Warteliste eintragen, da alle Veranstaltungen für 2017 bereits ausgebucht sind. 

Kooperation mit Partnereinrichtungen

Seit 2010 arbeitet die Initiative Eltern+Medien mit ausgewählten Partnereinrichtungen aus dem Bildungsbereich zusammen. Diese führen eigenverantwortlich Informationsveranstaltungen für Eltern durch. So kann das Thema Medienerziehung auch in diesen Einrichtungen nachhaltig im Portfolio verankert werden und es werden weitere Informationsangebote geschaffen, mit denen mehr Eltern erreicht werden können. Zu den Partnereinrichtungen gehören beispielsweise Jugend- oder Familienbildungsstätten, Medienzentren, kirchliche Bildungswerke oder Volkshochschulen. Auch wenn auf der Webseite der Initiative Eltern+Medien bereits alle Veranstaltungen ausgebucht sind, kann man sich bei einer Partnereinrichtung beraten lassen und – je nach verfügbarem Kontingent – direkt eine Informationsveranstaltung buchen. 

Elternabende

Es werden sowohl alters- als auch themenspezifische Elternabende angeboten.

  • Kindliche Mediennutzung
    Beim Elternabend rund um kindliche Mediennutzung geht es für Eltern von drei- bis achtjährigen Kindern einerseits um in der Regel bereits genutzt Medien (z. B Fernsehen, Fernsehdauer) aber auch darum, ab welchem Alter bestimmte Medien (z. B. Computer) für Kinder geeignet sind oder gar entwicklungsfördernd sein können.
  • Internet und Handy
    Dieser Elternabend beschäftigt sich mit Medien und Inhalten aus dem Internet, die für Kinder und Jugendliche heute selbstverständlicher Bestandteil der eigenen Lebenswelt sind. Neben einer allgemeinen Einführung zur Faszination von sozialen Netzwerken oder mobilen Messengern können Schwerpunkte ausgewählt werden, die besondere Probleme wie beispielsweise Cybermobbing genauer beleuchten.
  • Computer- und Konsolenspiele
    Bei dieser Elternveranstaltung werden Eltern ermutigt, sich selbstbewusst dem Thema digitale Spiele zu nähern. Aufgeklärt wird über verschiedene Spielarten, mögliche Regeln zum Spielen und ob Ängste, wie die Sorge, dass Computerspiele aggressiv machen, begründet sind.
  • Spezialthema: Faszination Hören
    Das Thema Hören wird in dieser Veranstaltung besonders beleuchtet. Der von Hörenden zumeist für selbstverständlich gehaltene Hörsinn wird erklärt und es wird aufgezeigt, wie wichtig richtiges und aufmerksames Hören im Alltag, in der Schule und beim Erwerb von Medienkompetenz ist.

Gründe für die Auszeichnung als Empfehlung des Monats

Seit mittlerweile 10 Jahren leistet die Initiative Eltern+Medien Aufklärungsarbeit in einem zentralen Feld der Medienkompetenzvermittlung, der Medienerziehung. Immer schneller schreiten die technischen Entwicklungen voran, Smartphones und Trend-Apps sind aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Daraus entstehen für Eltern immer neue Herausforderungen in der Medienerziehung. Es gilt, Eltern schon früh bei Fragen zur Mediennutzung, zu Gefahren aber auch zu Chancen von neuen und alten Medien durch kompetente Medienpädagog/innen zu unterstützen. Genau dies ermöglichen die kostenlosen Veranstaltungen der Initiative Eltern+Medien. Wie wichtig Elternabende und Elterngespräche zur Medienerziehung sind, zeigt auch die große Nachfrage: Bereits im September sind die Veranstaltungen für das laufende Jahr ausgebucht.