Jugend hackt NRW

„Mit Code die Welt verbessern“ – unter diesem Motto treffen sich talentierte Jugendliche in NRW zu sogenannten Hackathons. Dabei erfinden sie neue nützliche Dinge, programmieren, gestalten Webseiten, basteln Hardware und designen, um gesellschaftlich relevante Probleme zu lösen. 

Jugend hackt NRW auf einen Blick:

  • Projekt der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.
  • Wird in NRW von der fjmk, der Fachstelle für jugendmedienkultur NRW, umgesetzt
  • Startete 2013 bundesweit mit Hackathon in Berlin, seit 2015 auch regional in Köln
  • Jährliche Organisation von regionalen Hackathons
  • NRW-weite, regelmäßige Förderung von Programmier-Anfänger/innen durch das Projekt HELLO WORLD
  • Ziel ist es den programmiernachwuchs im deutschsprachigen Raum zu fördern
  • Jugend hackt lebt von Spenden und wechselnden Förderern und Sponsoren
  • HELLO WORLD wird seit 2017 vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert

Weitere Informationen finden Sie im MPA-Eintragder fjmk sowie auf der Webseite jugendhackt.org Handbuch von Jugendhackt mit Idee und Konzept der Hackathons finden Sie hier. Das neue Handbuch zu HELLO WORLD gibt es hier.

Hacken in NRW

CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Leonard Wolf

Jugend hackt ist eine Initiative, die jungen Programmiertalenten eine Plattform bietet. Bundesweit finden jährlich sogenannte Hackathons in den verschiedenen Regionen über einen zeitraum von einem Wochenende statt. Junge Hacker setzen in kleinen Gruppen ihre  technischen Ideen um und stellen sie am Ende den anderen Teilnehmer/innen vor.

Begleitet werden sie dabei von Mentor/innen. Diese stehen unterstützend mit ihren Programmierfähigkeiten und Erfahrungen im Bereich Making und Hardware zur Verfügung. Alle Mitarbeiter/innen arbeiten ehrenamtlich. Auch Pädagog/innen sind vor Ort und begleiten den Prozess didaktisch und moderierend.

Zu den regelmäßigen Hackathons gehört auch Jugend hackt in Köln. Die 12- bis 18-jährigen Jugendlichen müssen sich auf einen Platz bewerben und dabei ihre Motivation darlegen und Erfahrungen und Kompetenzen in Teilbereichen mitbringen. Oft bringen sie sehr unterschiedliche Fähigkeiten im Software programmieren, Webseiten gestalten oder Hardware basteln mit. So bereichern sie sich gegenseitig und lernen voneinander.

HELLO WORLD – Programmieren lernen

HELLO WORLD ist ein Angebot, das sich an Programmiereinsteiger/innen richtet. Es soll bei Kindern und Jugendlichen ohne Vorerfahrungen im Programmieren einen Anstoß für den Anschluss an die bereits sehr erfahrenen Jugendlichen bei Jugend hackt ermöglichen. Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren können sich in Workshops je nach Vorkenntnissen und Interessen weiterbilden und durch Projekte, wie selbst gebaute Roboter, digitale Murmelbahnen oder 3-D-Drucker lernen. Besonders bewährt hat sich diese Veranstaltung parallel zu den jährlichen Hackathons. Die Workshops werden seit 2017 durch eine Förderung deutlich häufiger in ganz NRW verbreitet angeboten – im Jahr 2017 bereits 45 Mal.

Zusätzlich zu den Workshops sollen in diesem Jahr auch zwei Fachtage für interessierte Pädagog/innen stattfinden. In solchen Multiplikatorenschulungen soll das Programm weiterverbreitet werden. Bei der Durchführung der Workshops werden dann allerdings  auch Mentoren, die fachkundig beim Entwickeln neuer Apps, Geräte und Websites unterstützen können.


Handbücher

CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Leonard Wolf

Bereits seit längerer Zeit besteht ein Creative Commons lizenziertes Handbuch zur Durchführung von Hackathons. Es beschreibt den Ablauf der Veranstaltung, klärt welche Rahmenbedingungen gegeben sein müssen und beschreibt hilfreiche digitale Werkzeuge zur Umsetzung von Hackathons. Frisch veröffentlich ist nun das Handbuch zur Durchführung von HELLO WORLD. Der Praxisleitfaden erklärt ausführlich die Grundidee und besonders das pädagogische Konzept von HELLO WORLD. Viele hilfreiche Tipps zur erfolgreichen Umsetzung eines solchen oder ähnlichen Workshopkonzepts ergänzen den Text gewinnbringend.

Anschließend werden Workshopkonzepte und Methoden vorgestellt, die aufgrund ihrer genauen Beschreibungen, im Rahmen anderer Veranstaltungen gut umgesetzt werden können. Im Kapitel Workshopdurchführung ist ein Flowchart abgebildet, das durch die Beantwortung von Fragen zu den Rahmenbedingungen einer eigenen Veranstaltung die passende Workshopmethode leichter ausfindig machen lässt.

Gründe für die Auszeichnung als Empfehlung des Monats

Jugend hackt NRW unterstützt programmieraffine Jugendliche dabei ihre Fähigkeiten auszubauen, sich zu vernetzen und lenkt den Blick der jungen Programmierer auf die Möglichkeit damit einen sinnvollen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Mit dem neuen Projekt HELLO WORLD schließt Jugend hackt NRW eine Lücke in der nordrheinwestfälischen Bildungslandschaft und führt interessierte Kinder und Jugendliche, denen Coden neu ist, an die Thematik heran. Mit dem Handbüchern zu Hackathons und zum Einsteigerprojekt HELLO WORLD sorgt Jugend hackt NRW für Nachhaltigkeit. Denn mit den Anleitungen können Coding und Making mithilfe des offen zugänglichen Erfahrungsschatzes auch von anderen Pädagog/innen weitergegeben werden. Hiermit wird die Etablierung der Themen Making und Programmieren in der Bildungslandschaft verankert.