YoungData

Die großen Konzerne Facebook und Google sind schon lange für ihre Datensammelwut bekannt. Gleichzeitig setzen sich Wearables durch, die den Puls oder Aufenthaltsort tracken. Damit junge Menschen die Bedeutung von freiwillig herausgegebenen Daten verstehen und sich schützen können informiert die Webseite YoungData zum Selbstdatenschutz.

YoungData auf einen Blick:

Bild: YoungData
  • Informative Webseite für Jugendliche zum Thema Datenschutz
  • Eine Initiative der Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder
  • Betreut durch medien+bildung.com
  • Seit November 2013 online
  • Enthält aktuelle Neuigkeiten zum Thema Datenschutz, Hintergrundinformationen, Beispiele und Tipps zu allen Bereichen des Datenschutzes und Verwandten Themen
  • CC-BY 4.0 lizensiert – Das bedeutet, dass die Inhalte weiterverwendet und -verbreitet werden dürfen

Die Webseite finden Sie unter https://www.youngdata.de/.

Selbst für Erwachsene ist es schwer, sich ein genaues Bild zu machen: Wer sammelt eigentlich wo meine Daten? Wo gebe ich freiwillig Daten heraus? Was passiert mit meinen Daten? Die Antworten auf diese Fragen sind nicht eindeutig zu beantworten, sind ständig im Wandel. YoungData informiert auf verständliche Weise und erklärt in kurzen Newsbeiträgen auch aktuelle Datenschutzthemen.

Die Webseite beinhaltet viele jugendgerechte Texte mit Tipps für kluges Verhalten im Internet. YoungData gibt Ausblicke auf die digitale Zukunft unserer Gesellschaft und zeigt Probleme der Gegenwart auf. Neben eigenen informativen Texten finden sich auch weiterführende Linktipps zu den jeweiligen Themen. Außerdem beinhaltet die Webseite  eine Datenbank mit Auskunftsstellen und Informationsangeboten zum Datenschutz der jeweiligen Bundesländer.

Themen im Datenschutz

Datenschutz wird auf der Webseite in seinen verschiedenen Facetten mit vielen Bildern, Grafiken und Videos erklärt. Dabei bleibt ständig der Bezug zur jungen Zielgruppe erhalten. Die Webseite wirft einen deutlich kritischen Blick auf relevante Themen wie beispielweise soziale Netzwerke und Messenger, die viele Jugendliche und junge Erwachsene nutzen. Im Menüpunkt „Digitale Selbstverteidigung“ helfen konkrete Tipps, das eigene Verhalten im Internet datensparsamer und sicherer zu gestalten.

So werden mögliche Privatsphäreeinstellungen in Facebook erklärt und auf die Möglichkeit, das Instagramkonto auf privat zu stellen, hingewiesen. Außerdem erklärt YoungData, warum WhatsApp trotz Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht die beste Wahl ist und worauf man achten sollte, wenn man den Dienst trotzdem nutzt.

Doch seine eigenen Daten schützen sollte man nicht nur in sozialen Netzwerken. Datenspuren kann man auf jeder Webseite hinterlassen. Darüber hinaus sind heute viele Geräte mit dem Internet verbunden und sammeln so ständig Informationen über ihre Nutzer unweigerlich zu der Frage: Wo werden eigentlich keine Daten gesammelt?

Inhalte weiterverwenden

Gründe für die Auszeichnung als Empfehlung des Monats

Datenschutz ist kompliziert und selbst Erwachsene fühlen sich unsicher, wenn es um den Verbleib ihrer Daten geht. YoungData schließt diese Informationslücke bereits bei Jugendlichen und weist sie auf Datenkraken hin. Die Webseite mahnt, ohne zu verbieten und gibt hilfreiche Tipps, ohne zu beschönigen. YoungData informiert vielschichtig, indem kurze Sachtexte in einfacher Sprache zur Verfügung gestellt werden. Zudem gibt es immer die Möglichkeit zu einem tieferen Einstieg in das Thema. Die Webseite umfasst alle gegenwärtig relevanten Themen und bleibt dabei aktuell, YoungData stellt somit ein nachhaltiges Angebot für junge Menschen und die Bildungsarbeit dar.