KiRaKa kommt

Seit zwölf Jahren kommen die Reporter/innen des KinderRadioKanals in Grundschulen, seit zwei Jahren unter der Überschrift „KiRaKa kommt“ für eine ganze Woche. Das Programm des WDRs erstellt mit Kindern vierter Klassen Radiobeiträge und sendet diese noch in derselben Woche in ihrem Abendprogramm auf WDR5 sowie im Internetradio.

KiRaKa kommt auf einen Blick:

  • Projekt des einzigen öffentlich-rechtlichen Kinderradiokanals der zum WDR5 gehört
  • Seit 2006 geht der KiRaKa in Grundschulen, KiRaKa kommt als mehrtägiges Angebot gibt es seit 2016
  • Außer in den Schulferien, besuchen die Reporter/innen jede Woche eine Grundschule
  • Ziel ist es Viertklässlern das Medium Radio näher zu bringen

Weitere Informationen finden Sie im MPA-Eintrag des WDRs sowie auf dem Webauftritt des Projekts.

„KiRaKa – Dein KinderRadioKanal“

Der WDR ist die einzige öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Deutschland mit einem Kinderradioprogramm. Digital bietet es rund um die Uhr Kinderprogramm für die jüngsten Radiohörer/innen bis zu einem Alter von 13 Jahren. Der Kinderradiokanal KiRaKa ist ein Radio von und mit Kindern in Nordrhein-Westfalen Moderierte Teile aus dem Programm des KiRaKa sowie Hörspiele und Radiogeschichten werden zu festen Uhrzeiten auch im WDR5 gesendet. Bekannt ist der KiRaKa besonders durch seineebenfalls im WDR5 ausgestrahlte Sendung „Bärenbude“.

Bei „KiRaKa kommt“ werden Teile des Radioprogramms in Grundschulen produziert. Schüler/innen dürfen ihre Schule hörbar vorstellen, eine Reportage aufnehmen und Rätsel und Musikwünsche für das Radio aufnehmen. Außerdem schreiben und lesen die Kinder ihre eigenen Tagesnachrichten. Seit dem Schuljahr 2017/2018 gibt es zudem eine neue Einheit zum Thema Fake News. Zusätzlich darf eine kleine Gruppe aus der Klasse am Ende der Woche ins Studio und dort an einer Livesendung teilnehmen.

Wie kommt der KiRaKa in Grundschulen?

Bevor der KiRaKa jedoch in eine Grundschule kommt, muss diese sich zunächst über das Online-Formular für das Programm bewerben. Dabei geht es jedoch nicht um ein kompliziertes Verfahren, bei dem sich eine Schule hervorheben muss. Den Machern des KiRaKas ist es wichtig im ganzen Bundesland verteilt, in der Großstadt wie in ländlicheren Gegenden, abwechselnd vertreten zu sein. Im Idealfall sollen eines Tages alle 3000 Grundschulen in Nordrhein-Westfalen besucht worden sein. Schulen die nicht gleich besucht werden können, landen also auf der Warteliste. Steht ein Besuch in einer Schule an, melden sich die Reporter/innen bei der entsprechenden Lehrkraft und vereinbaren eine Woche, in der sie die Schule besuchen dürfen. Wichtig ist: Für bestimmte Einheiten ist die Unterstützung von Eltern oder weiteren Lehrkräften notwendig.

KiRaKa kommt – Ablauf

Das KiRaKa-Programm erstreckt sich über eine Schulwoche:

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Vorbereitung in der Schule

Bevor die Mitarbeiter/innen des KiRaKas jedoch an die Schule kommen, finden einige Vorbereitungen statt. Die Reporter/innen melden sich zwei bis drei Wochen vor ihrem Besuch und besprechen mit den Lehrkräften, wie diese den Besuch organisatorisch wie inhaltlich vorbereiten können. Dazu stellen sie eine übersichtliche Checkliste und ein großes Repertoire an Unterrichtsmaterialien zur Verfügung.

Verschiedene Unterrichtsvorschläge mit Arbeitsblättern bietet der KiRaKa zu den Themen „KiRaKa kennenlernen“, „Nachrichten“, „Kindernachrichten“ und „Fake News“ an. Vorwissen dazu, was eine Nachricht ist und wie man sie schreibt, hilft den Kindern in der kurzen Zeit Ergebnisse zu erzielen, wenn der KiRaKa vor Ort ist.

Gründe für die Auszeichnung als Empfehlung des Monats

Kindern Medien näherbringen. Dafür setzt sich der WDR mit verschiedenen Projekten ein. Mit „KiRaKa kommt“ hat die öffentlich-rechtliche Medienanstalt ein flächendeckendes Projekt geschaffen, das in ganz NRW agiert und selbst Schulen in abgelegeneren Ortschaften erreicht. Durch notwendige inhaltliche Vorarbeit der Lehrkräfte werden Theorie und Praxis miteinander verbunden und sorgen für eine nachhaltige Lernerfahrung für die Kinder. Die Lehrkräfte werden hierzu mit umfangreichen Begleitmaterialien versorgt. Die Behandlung verschiedenartiger Radioinhalte, vom Musikwunsch bis zur eigenen Nachricht gibt den Kindern einen umfangreichen Einblick in die Arbeit von Radioreporter/innen. Mit dem Zusatzmodul zum Thema Fake News schult KiRaKa Kinder im Erkennen von Falschmeldungen. Das Angebot KiRaKa bereichert Schulen NRWs als ganzheitliches Radio-Lern-Konzept.