Juni 2003: DGB Bildungszentrum Hattingen

Seit 1987 bietet das DGB-Bildungszentrum in Hattingen seiner Kernzielgruppe, den ArbeitnehmerInnen, Computer und Medienworkshops an und begleitet die Bürger- und die Freie Radioszene mit Qualifizierungsworkshops, zuletzt zum Aufbau einer Internet-Plattform für den Austausch von Radioprogrammen und aktuell bei ihrem Einstieg ins Digitalradio. In jedem Mai organisiert das Bildungszentrum in Kooperation mit der LfM NRW einen medienpolitischen Diskurs für Bürgermedien.

Kernbereich ist aber die Computerbildung für Betriebsräte und die allgemein offene politische Computerbildung. Hier werden Fragen der soziokulturellen Prägekraft neuer Medien, Zukünfte des Internet, Arbeit, Kontrollpotenziale, digital divide usw. besprochen. Zur Zeit wird auf Freie Software umgestellt. Ziel ist es, die Politik von Microsoft und anderen auch praktisch zu thematisieren.

Mit der Kooperation ‚Edupolis' organisiert das Bildungszentrum seit 2000 auf dem gemeinsamen Server www.edupolis.de virtuelle Diskurse für MultiplikatorInnen zu Fragen von Internet und politischer Bildung. Darüber hinaus bietet Edupolis zu diesem Thema auch elektronische Newsletter, Informationen zu Veranstaltungen und Projekten sowie Buchrezensionen, Literatur- und Linktipps und vieles mehr.

Eröffnung des neuen Computer- und Medienzentrums am
24. Juni 2003

Nicht der erste Ausbau in fünf Jahrzehnten, aber aufgrund stetig steigender Anforderungen notwendig: Mobile Rechner und Möbel sowie W-LAN sollen künftig den Lernenden erlauben, sich wie in einem 'morphing office' ihren Platz bzw. die dem Lernvorhaben adäquate Gruppenkonstellation im Raum frei zu suchen. Aus Anlass der Eröffnung werden in nächster Zeit im neuen Medienzentrum eine Reihe von Medienevents stattfinden, als nächstes eine Kooperationstagung mit dem Institut für Medienwissenschaft an der Uni Bochum.

‚Politiken der Medien - Medien als Kriegs- und Regierungstechnologien'

11. bis 13.7.2003 am DGB Bildungszentrum Hattingen.

Die Tagung wird die Politiken der Medien unter dem Aspekt der Verschränkung von Krieg und Medien sowie unter dem des "zivilen" Stellenwerts von Medien als Regierungstechnologien diskutieren und z.B. fragen, ob Medien auch jenseits der Politik ihre eigene Form der Souveränität etablieren. Der zweite Strang beschäftigt sich mit dem Problem, ob Medien als Regierungstechnologien begriffen werden können, die unabhängig von staatlichen Institutionen das Verhalten von Bevölkerung und Individuen leiten oder zumindest ihrer Selbstregulierung Rationalität verleihen.
Tagungsinfos und Programm unter www.hattingen.dgb-bildungswerk.de/vanst2003/pom_prgr/index.html.