Oktober 2008: IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V., Bonn

IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. ist im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), der Europäischen Kommission, seiner Mitgliedsorganisationen und anderer zentraler Träger der Jugendarbeit auf den Gebieten der internationalen Jugendpolitik, Jugendarbeit und Jugendinformation tätig.

Sowohl bei den Inhalten internationaler Austauschprogramme, als auch im Arbeitsfeld Jugendinformation, sind der gesetzliche und erzieherische Jugendmedienschutz und die Vermittlung von Medienkompetenz ein wichtiges Thema. So wurden im Rahmen der Länderfachprogramme von IJAB, innerhalb derer Fachkräfte auf der Grundlage bi- oder multilateraler Absprachen ihrer jeweiligen Jugendministerien zusammenkommen, Fachkräftebegegnungen mit Finnland und Estland sowie Japan durchgeführt. Jugendschützer und Pädagogen haben die Möglichkeit, die gesetzliche und pädagogische Praxis in anderen Ländern in Augenschein zu nehmen und sich mit ihren dortigen Kolleginnen und Kollegen fachlich auszutauschen.

Die IJAB-Projektbüros "Jugendinformation" und "Jugend online" veranstalteten im Februar 2008 die Europäische Konferenz "Youth Information 2.0". Rund 100 Fachleute aus 26 Ländern trafen sich und diskutierten über die Zukunft der Jugendinformation in Europa hinsichtlich der Beteiligungsmöglichkeiten, die das interaktive Web 2.0 Nutzerinnen und Nutzern bietet.

Hier wird ein besonderes Verständnis von Jugendinformation deutlich. Es setzt auf weitgehende Partizipation von Jugendlichen. Das Web 2.0 bietet Jugendlichen erstmalig die Möglichkeit, weitgehend selbstbestimmt zum Informanten zu werden – als Rat- und Tippgeber, Reporter oder Wissensvermittler. Dies aber setzt einen kompetenten Umgang mit den vielfältigen Informations- und Kommunikationstechnologien voraus.

Das Projekt "Jugend online" hat sich zum Ziel gesetzt, die dafür nötigen Kenntnisse, aber auch den sensiblen Umgang mit den Möglichkeiten der neuen Medien zu vermitteln. Mit dem Jugendportal netzcheckers.de (www.netzcheckers.de) bietet "Jugend online" eine Community, innerhalb derer Jugendliche unabhängig von ihrem Bildungsstand die Möglichkeiten des Internets erproben können. Angemeldete Benutzerinnen und Benutzer verfügen über ein eigenes Fotoalbum und ein Weblog, können untereinander kommunizieren und sich invielfältiger Weise beteiligen. Vom einfachen Kommentar bis hin zum Podcast- oder Videobeitrag steht eine breite Palette zur Verfügung. Einfach zu bedienende Tools und Step-by-Step-Tutorials bieten die Möglichkeit, selbst Klingeltöne, Handylogos oder Animationen zu erstellen. Die Verbindung zur Jugendarbeit vor Ort ist ein zentrales Element der Vermittlung von Medienkompetenz: Bei der netzcheckers-Action-Tour im Sommer 2007 war das netzcheckers-Action-Team bundesweit in 15 Jugendzentren zu Gast.

"Jugend online" hat in den vergangenen Jahren ein breites Netzwerk aufgebaut, das sich zukünftig auch im Internet widerspiegeln wird: Mit "netzcheckers.net" wird Partnern ein eigenständiges Portal zur Verfügung gestellt, das sich frei gestalten lässt und zugleich über Schnittstellen den automatisierten Austausch der Inhalte der Partner erlaubt.

Das Projektbüro "Jugend online" ist an zwei bundesweiten Medienwettbewerben beteiligt: Dem deutschen Multimediapreis mb21 (www.mb21.de) und dem Handyvideo-Wettbewerb Ohrenblick mal! (www.ohrenblick.de).
Darüber hinaus möchte IJAB mit "Jugend online" inhaltliche Schwerpunkte setzen bei der Sensibilisierung von Jugendlichen im Umgang mit persönlichen Daten im Internet und der exzessiven Nutzung von Medien.