Januar 2009: Jugendamt der Stadt Essen - Jugendzentrum

Medienarbeit des Jugendzentrums Essen

Als zentrale Einrichtung der Jugendarbeit in Essen hat sich das Jugendzentrum die drei Säulen Information, Bildung und Kultur auf die Fahnen geschrieben. Das seit über 40 Jahren bestehende Haus verfügt über einen großen Saal mit 1000 Plätzen, ein Kino, fünf Seminarräume, einen Computerraum mit 14 Rechnern und drei Video-Schnittplätze. Schwerpunkte sind Jugendkultur, Politische Bildung, Internationale Jugendarbeit, Genderarbeit und Medienarbeit.

Videoschnitt an einem der drei Schnittplätze

Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen lässt sich in einer Großstadt wie Essen mit 580.000 Einwohnern nicht von einer Einzelperson bewerkstelligen. Deshalb ist die Vernetzung mit anderen Institutionen der Medienarbeit von hoher Bedeutung. Hierüber finden Projekte in Schulen und Jugendeinrichtungen statt - von "klassischer" Videoarbeit bis "„Mein Profil in schülerVZ".

Im Arbeitskreis Medien, in dem Jugendhausmitarbeiter, die Medienarbeit als einen Schwerpunkt ihrer Arbeit verstehen, werden monatlich die neusten Entwicklungen und Projektideen bearbeitet.
Fortbildungen wie z.B. "Handyfilme"“ in Kooperation mit der Filmothek der Jugend, Internetseitenerstellung mit typo3, Umgang mit der hauseigenen Trickboxx und Fachtagungen wie z.B. "Medien und Sucht" in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Medienarbeit werden vom Jugendzentrum organisiert.

Als wichtiger Baustein hat sich der Internetauftritt für Essener Jugendliche www.townload-essen.de entwickelt. Von der Bertelsmann-Stiftung begleitet und vom Land gefördert, stellt er heute einen der ersten kommunalen Auftritte von und für Jugendliche, incl. Community dar. Über die Ausbildung von Prozessmoderatoren für die Beteiligung von Jugendlichen wurden ca. 40 Multiplikatoren eingebunden, die den Auftritt dezentral "füttern". Sie sind die Initiatoren für Redaktionsgruppen von Jugendlichen, die kleinräumig ihr Lebensumfeld auf den Stadtteilseiten abbilden können, sich gegenseitig Tipps geben im Bereich "Was geht in Essen?"“ oder sich im Forum über musikalische Themen austauschen. Wichtiger Bestandteil des Auftritts sind die Projekträume, in denen beispielhaft Beteiligungsmöglichkeiten veröffentlicht werden. Und dann sind da noch die "Hard-facts", die in der Infozone über 50 Themen der Jugendinformation abbilden.

Da die Mediennutzung in der Freizeit der Jugendlichen stattfindet, werden Eltern viel mehr als andere Erziehungsinstanzen mit den Auswirkungen des Medienkonsums konfrontiert. Also gilt es Eltern über die Medienwelt ihrer Kinder aufzuklären, bevor negative Aspekte wie sexuelle Übergriffe beim Chat, Suchtverhalten bei Online-Rollenspielen oder Verschuldung beherrschendes Thema werden.
Schon die frühkindliche Mediennutzung will von den Eltern begleitet und kompetent in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Hier und bei der direkten Projektarbeit in Schulen sind die präventiven Jugendmedienschutzaufgaben des Medienbereichs angesprochen. Über Informationsveranstaltungen in Kindertageseinrichtungen und Schulen wird eine Vielzahl von Eltern erreicht.

Im ersten Halbjahr 2009 stehen die Kommunal- und Europawahlen im Juni als wichtigstes Thema auf der Agenda. Infos, Umfragen und Votingmöglichkeiten auf dem Internetauftritt townload-essen und begleitende Medien-Projekte sind geplant.