November 2009: Jugendinformations- und -beratungszentrum (Jib), Münster

Schwierigkeiten im Umgang mit den Neuen Medien? Das Jugendinformations- und -bildungszentrum (Jib) des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster hilft. Bereits seit 1997 leistet die städtische Einrichtung "Pionierarbeit" in Sachen Neue Medien und Medienkompetenz. Nun ist das vor 35 Jahren gegründete Haus erneut in punkto Medien ganz vorne dabei: Das Jib informiert ab sofort im gesamten Stadtgebiet über Gefahren im Umgang mit dem Internet, dem PC und dem Handy. Rund um die Themen neue Medien, Soziale Netzwerke sowie übermäßiger Internet- und Online-Konsum herrscht schließlich auch in Münster ein großer Informationsbedarf.

Am 3. November 2009 bietet das Jugendamt erstmals eine - seit Wochen komplett ausgebuchte - Fachtagung mit dem Titel "Online zwischen Faszination und Sucht" an. Dieser erste Fachtag bildet den Auftakt für den neuen Jib-Baustein "Kritischer / problematischer Medienkonsum". Weitere Veranstaltungen wie Elternabende an Schulen und Vortragsreihen mit Fachreferenten folgen ab Januar 2010.

Das neue Schwerpunkthema ist angesiedelt im Bereich Jugend und Internet. Die Projektleiter Kerstin Brandner und Heinz-Albert van Dornick setzen vor allem auf Prävention. Sie möchten Eltern, Lehrer und Fachleute sensibilisieren, damit aus dem alltäglichen Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen kein problematischer wird. Zu ihren Hauptzielen gehört es, das Thema in Münster bekannter zu machen und möglichst alle im Stadtgebiet am Thema Arbeitenden zu vernetzen.

Das Jib ist eine Einrichtung für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 27 Jahren, die jährlich von mehr als 77.000 Menschen besucht wird. In dem ehemaligen Fabrikgebäude unweit des Münsterschen Hauptbahnhofs gibt es auf rund 1200 Quadratmetern eine Vielzahl an Angeboten: So ist im Jib eine Jugendwerkstatt ansässig, in der zwölf junge Menschen die Möglichkeit erhalten, sich beruflich zu orientieren und verschiedene Arbeitsbereiche kennen zu lernen.

In der Jib-Factory, der offenen Kreativwerkstatt des Jib, werden Kurse, Workshops und Projekte für junge Menschen angeboten. Dazu zählen Computer-Kurse vom klassischen Word-, Excel- oder PowerPoint-Einsteigerkurs bis zum Workshop zur kreativen Mediengestaltung. Die jungen Nutzer der Factory, im Jahr 2008 waren es 7.000, können aber auch malen, tanzen, Musik und Theater machen, schweißen, schrauben, Silber schmieden und ihre Fahrräder reparieren.

Außerdem bildet das Jib sie zu Radio-Machern aus und hilft jungen Musikern, ihre Band über das regionale Musik-Netzwerk "www.muensterbandnetz.de" bekannter zu werden. Im Erdgeschoß des Hauses befindet sich das Café Gleis 22. Dort gibt es nicht nur ein preiswertes Mittagessen. In dem mehrfach preisgekrönten Club finden auch Konzerte, Partys und Ausstellungen statt.

Im Infobüro gibt es Auskunft über sämtliche Angebote des Hauses, zu denen auch ein offenes Internet-Café mit zehn Arbeitsplätzen, ein Bewerbungstraining des Fachbereichs Jugend-online, Reiseinfos, eine Au-pair-Beratungsstelle und die Möglichkeit, Sozialstunden abzuleisten, gehören. Weiterhin bietet das Jib anonyme und kostenlose Konflikt- und Schuldnerberatungen sowie Rechtshilfe an und vermittelt weitere Anlaufstellen und Ansprechpartner.