Januar 2012: pb21.de - Web 2.0 in der Politischen Bildung

pb21.de ist ein Kooperationsprojekt der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und des DGB Bildungswerks. Mit pb21.de sollen die Welt der politischen Bildung und die Welt des Web 2.0 ein Stück näher zueinander geführt werden.

Die Website www.pb21.de startete anlässlich der Tagung "Web 2.0 in der politischen Bildung", die vom 8. bis 10. Februar 2010 in Hattingen stattfand. Die Webseite wurde zur Tagungsbegleitung ins Leben gerufen. Hier haben die Teilnehmenden der Tagung ihre Ergebnisse dokumentiert.

In einem weiteren Workshop am 12. April 2011 zeigte sich, dass das Web 2.0 mit seinen interaktiven und partizipativen Möglichkeiten in der politischen Bildungsarbeit überaus sinnvoll genutzt werden kann und genutzt wird.  23 Vertreter und Vertreterinnen von Einrichtungen präsentierten eine große Vielfalt an Herangehensweisen, Themen, Einsatzmöglichkeiten oder Zielgruppen. Von Weblogs über Etherpads, Twitter, Blogs oder Podcasts sind in den vorgestellten Projekten bereits viele Anwendungen des Web 2.0 zum Einsatz gekommen. Sie wurden zur Kommunikation dezentral miteinander arbeitender Gruppen ebenso genutzt wie zur Dokumentation, zur (internen) Veröffentlichung von Ergebnissen, zur Vernetzung oder zur Erprobung der eigenen Kreativität.

Der Workshop am 12.4.2011 sollte einen Zwischenstand in der weiteren Arbeit mit dem Web 2.0 in der politischen Bildung bieten. Aber es sind auch viele Fragen offen geblieben: Ist das Web 2.0 eine Methodenerweiterung? Welches Tool für welchen Inhalt? Mehr Schulungen von Multiplikatoren/innen für den Einsatz des Web 2.0 als Methode der Bildungsarbeit? Wo sind die Grenzen des "Web 2.0-Ausprobierens" im Seminar? Was passiert mit den Inhalten, nach dem Seminar? Wer hat die Rechte? - um nur einige Fragen zu nennen.

Seitdem greift die Webseite diese Fragen immer wieder auf und versucht in ca. 2 mal wöchentlich erscheinenden Artikeln konkret und praxisbezogen darauf zu antworten. Pb21 besteht aus einer kleinen Redaktion von 3 Kolleg_innen und einem großen Pool an Autor_innen sowohl aus der Netzwelt als auch aus der Welt der politischen Bildung, die bis heute ca. 220 Artikel geschrieben haben. Auf pb21.de werden Dienste und Werkzeuge des Web 2.0 vorgestellt, die zu einem großen Teil als Methode dienen, die Teilnehmenden in Präsensveranstaltungen aktiv und produktorientiert miteinzubeziehen. Pb21.de ist nicht nur eine Handreichung für Pädagog_innen, die sich mit dem Web 2.0 und seinen gesellschaftlichen Implikationen auseinandersetzen wollen, sondern vor allem eine Methodensammlung, die sich die Partizipationsmaschine Internet zu nutze macht. In unregelmäßigen Abständen werden sogenannte Webtalks veranstaltet. Dabei handelt es sich um internetbasierte Diskussionsveranstaltungen, in denen sich Praktiker_innen mit Fragen bei dem Einsatz digitaler Medien auseinandersetzen. Die letzten Webtalks beschäftigten sich beispielsweise mit den Fragen: "Muss jeder Vortrag live gestreamt werden?", "Online-Diskussionen in Gang bringen" oder auch "Wie Tablets und Smartphones das Leben verändern".