Oktober 2012 Projekt "Social Network Training - Web 2.0"

Immer mehr Jugendliche nutzen das Angebot von sozialen Online-Portalen wie Facebook, Twitter oder Wer-kennt-Wen. Mit Hilfe eines Pilotprojektes 2011 konnte der Verein Ensible e.V. deutlich zeigen, welche zentrale Rolle "Social Networks" auch regional im Leben junger Menschen einnehmen. Deutlich wurde auch der gravierende Mangel an pädagogischen Leitfäden und konsequenten Impulsen, um  Jugendliche davor zu schützen, sich selbst und anderen mit ihrer sozialen Interaktion und der Selbstdarstellung im Internet zu schaden.

An dieser Stelle greift das Projekt Social Network Training – Web 2.0 der Projektreihe "Schools in Motion". Im Rahmen einer außerschulischen Workshop-Reihe werden im Projektverlauf jungen, gerade auch benachteiligten Menschen sowohl der Nutzen als auch insbesondere die Herausforderungen und Gefahren vermittelt, die mit so genannten "Social Networks" verbunden sind. Ziel der Maßnahme ist es, Jugendliche für einen bewussten, umsichtigen Umgang mit Online-Portalen wie z. B. Facebook zu qualifizieren.

Auf Basis der großen Erfolge während der Pilotphase des "Social Network Trainings" im Jahr 2011 konnte die Maßnahme in Zusammenarbeit mit den beteiligten Schulleitungen, dem Bildungsbüro Olpe, der europaweiten Initiative "Klicksafe" sowie mit Vertretern des Fraunhofer Institutes (Abteilung Informatik), dem bundesweit anerkannten Mobbing-Experten Herrn Mustafa Jannan, der Kreispolizeibehörde und verschiedenen Medienkompetenzteams weiter optimiert werden.

Die Workshop-Reihe für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8 setzt sich aus einer fundierten Eröffnungsschulung und drei intensiven Einzeleinheiten à 90 Minuten zusammen.  
Im ersten Teil der Workshop-Reihe werden den Teilnehmern einerseits grundlegende Informationen zum Thema Internet vermittelt, andererseits ihnen auch die Brisanz und Tragweite der Freigabe persönlicher Daten nahegebracht.
Der zweite Workshop befasst sich mit dem sozialen Miteinander im Netz und dient der nachhaltigen Prävention und Reduktion von Cyber-Bullying / Cyber-Mobbing. Gerade hier setzt das Projekt einen wichtigen Schwerpunkt, denn gerade die ersten Erfahrungen aus der Pilotphase zeigten, welchen zentralen Stellenwert die soziale Komponente im Rahmen der Medienkompetenzbildung einnimmt.
Im dritten und letzten Workshop werden die Teilnehmer dahingehend qualifiziert, sich selbst im Internet in angemessener Weise zu präsentieren.
Bei allen Workshops ist die aktive Teilnahme der Jugendlichen von äußerster Wichtigkeit und wird durch pädagogische Rollenspiele gesichert.

Zusätzlich zu den Workshops wird es 2012 erstmals auch Eltern- und Lehrerworkshops geben, um die Nachhaltigkeit des Projekts auch über dessen Ende hinaus zu sichern. Etwa vier bis sechs Wochen nach Projektende werden zudem Fragebögen an Eltern, Schüler und Lehrer ausgegeben, um eine professionellen Evaluation zu ermöglichen.