Junait

Welche Gefahren können in sozialen Netzwerken lauern, wie kann man sie erkennen und wie verhält man sich im Falle eines Falles am besten? Dieser Thematik können sich Schüler/innen mit Junait spielerisch nähern. Darüber hinaus können sie im geschützten Raum des Online-Spiels lernen, wie man sich diesen Gefahren und Schwierigkeiten in sozialen Netzwerken stellen kann.

Logo Junait
Bild: junait

„Freunde finden, chatten, gut drauf sein! Es ist schön bei Junait, worauf wartest du? Komm rein!“ Mit diesen Worten begrüßt der virtuelle Entwickler des sozialen Netzwerks Junait, Dr. Suriv, die Spieler/innen. Damit verspricht er nicht mehr oder weniger als andere, reale, soziale Netzwerke. Zunächst werden grundlegende Funktionen sozialer Netzwerke wie Pinnwand, Freunde und private Nachrichten erklärt. Die Spieler/innen haben dann Zeit, diese Funktionen kennenzulernen. Durchs Spiel führen Dr. Suriv und seine Assistentin und Programmiererin Condor.

Doch bald bröckelt die Fassade des vermeintlich sicheren Netzwerks und die Spieler/innen werden mit Gefahren konfrontiert. Persönliche Daten werden verkauft und das Passwort geknackt. Wie konnte das passieren und was kann man dagegen tun? Zum Glück kann Condor, die Programmiererin, hilfreiche Tipps geben. Es gilt das eigene Profil abzusichern, unsichere Nachrichten und Anfragen rechtzeitig zu erkennen und ein sicheres Passwort zu erstellen. So entwickelt das Spiel schnell eine ganz eigene Dynamik, die sich jedoch ans Tempo der selbstständig navigierenden Schüler/innen anpasst. 

Junait im Unterricht

Junait eignet sich für Schüler/innen zwischen 8 und 12 Jahren. Sie bewegen sich unter Anleitung von Professor Suriv und Progammiererin Condor durch das Netzwerk, das in seiner Aufmachung und seinen Funktionen der Plattform Facebook nahekommt. Aufgegriffene Probleme begegnen Kindern jedoch auch auf anderen beliebten Plattformen wie Instagram oder Snapchat sowie in Messengern. Schüler/innen können die Aufgaben alleine aber auch kooperativ lösen. Die Lehrkraft kann die Fortschritte aller Spieler/innen in einem eigenen Modus live verfolgen und gegebenenfalls unterstützend eingreifen. Ebenso kann das Spiel pausiert werden um beispielsweise durch kurze Inputs zusätzliches Wissen zu vermitteln oder auch bereits gesammelte Erfahrungen der Schüler/innen zu besprechen. 

Junait steht allen Schulen in Deutschland kostenfrei zur Verfügung. Es kann an Laptops und in Computerräumen in etwa 90 Minuten durchgeführt werden. Durch die intuitive Aufbereitung des Spiels ist es nicht nur für Schüler/innen sondern auch für Lehrkräfte in Vorbereitung, Durchführung und Auswertung sehr einfach. Besondere Computerkenntnisse werde nicht benötigt und da das Spiel im Browser gespielt wird, müssen auch keine Programme vorinstalliert werden. Eine interaktive Schritt-für-Schritt Einführung bereitet Lehrer/innen kurzweilig auf den Einsatz des Spiels im Unterricht vor.

Screenshot aus dem Spiel Junait
Bild: Junait

Junait wurde über 3 Jahre entwickelt und in dieser Zeit mit 20 Klassen getestet. Auftraggeber ist die Förderinitiative „Ein Netz für Kinder“, die durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sowie die Kulturstaatsministerin Monika Grütters gefördert wird. Umgesetzt wurde das Spiel von planpolitik, die spannende, kindgerechte Rahmenhandlung entstand in Zusammenarbeit mit dem Jugendbuchautor Thomas Freibel.

Im Juli erhielt Junait den Klicksafe-Anerkennungspreis  für Sicherheit im Internet, der in diesem Jahr Projekte und Initiativen, die sich für die selbstbestimmte und sichere Nutzung des Internets einsetzen auszeichnet.