Kompetenzteam Bielefeld

Name: Kompetenzteam Bielefeld

Gründungsjahr: 2007

Netzwerk-Ziel: Allgemein: Die Durchführung staatlicher Lehrerfortbildung. 2007 wurden durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen in allen Kreisen und kreisfreien Städten des Landes Kompetenzteams eingerichtet, in denen Schulen aller Schulformen kompetente Ansprechpartner/innen für ihre Fortbildung finden. Die vier Kernaufgaben der Kompetenzteams sind: Medienberatung, Beratung bei der Fortbildungsplanung sowie die Durchführung von Fortbildungen in den Kernfächern.

Außerdem soll ein Vernetzungsprozess mit kommunalen und anderen Partnern im Bereich der Fortbildung angestoßen werden:

"Kommunale Bildungs- und Kulturangebote bereichern schulisches Lernen und tragen zu mehr Chancengleichheit bei. Die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen, Handwerkskammern, der IHK und mit Weiterbildungseinrichtungen im Bereich der Berufsorientierung zählt ebenso dazu wie die Kooperation mit den Kirchen und Spitzenverbänden. Mit all diesen Partnern gilt es Bildungsnetzwerke zu knüpfen zu denen die Kompetenzteams einen Bestandteil auf regionaler Ebene darstellen. Dazu müssen die Partner einander kennen, miteinander reden, die Möglichkeiten sich zu ergänzen ausloten und sich verbindlich zu konkreter Zusammenarbeit verabreden".

Quelle: Die neue Lehrerfortbildung in NRW – Fortbildung für eigenverantwortliche Schulen. Stand der Umsetzung des Konzepts vom 12. Juli 2006. Ergebnisse des Dialogs mit Bezirksregierungen, Schulämtern und der Medienberatung NRW: www.kteam-hx.de

Die einzelnen Kompetenzteams können sich auch individuell auf Themengebiete spezialisieren. In Bielefeld sind dies die Themen "Medienberatung" und "Qualitätsanalyse".

Netzwerk-Typ: Es handelt sich hierbei um ein Netzwerk, in dem eine interne Hierarchie (Moderatoren und Leitung) existiert und dessen Mitgliedern definierte Aufgaben (anhand von Stellenausschreibungen) zugeteilt werden. Es verfügt über eine vom Netzwerkinitiator (Ministerium für Schule & Weiterbildung) vorgegebene Infrastruktur und kann im Vergleich zu den anderen hier vorgestellten Netzwerkbeispielen als stärker institutionalisiert bezeichnet werden.

Finanzierung: Über das Ministerium für Schule & Weiterbildung in Form von zusätzlich eingerichteten Stellen für Lehrer.

Entstehungsgeschichte: Das Kompetenzteam Bielefeld umfasst 45 Personen, die mit unterschiedlichen Anteilen sechs volle Stellen besetzen. Es gehört damit zu den größeren Kompetenzteams in NRW. Aktuell beteiligt sich das Kompetenzteam unter anderem als Netzwerkpartner an der Initiative "Surfen mit SIN(N)". Am 16. März 2011 richtet das Team den Bielefelder Medientag zum Themenschwerpunkt Lern- und Wissensmanagement aus.

Im Bereich der Medienkompetenzförderung und Medienberatung arbeitet das K-Team Bielefeld eng mit dem städtischen Medienzentrum zusammen, das einen umfassenden Service rund um die Themen Medien, Schule und Kultur anbietet. Durch die vom Medienzentrum angebotenen Dienstleistungen, unter anderem technischer Support, Mediathek und Infothek wird den Schulen ein ganzheitliches Fortbildungsangebot ermöglicht. In Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum Bielefeld wurde beispielsweise ein standardisiertes Medienkonzept für die Grundschule und Sek I entworfen, das Auswirkungen auf den Medienentwicklungsplan für die Schulen im Raum Bielefeld hat.

Motive / Ertrag der Beteiligten: Motivation für eine Mitarbeit im Kompetenzteam kann beispielsweise sein, "mal einen Rollentausch durchzuführen, das angeeignete Wissen weiterzugeben oder sich allgemein beruflich zu verändern", so Michael Wenzel, Co-Leitung des Kompetenzteams Bielefeld.

Erfolgsfaktoren / Netzwerksteuerung: Die Organisation der Kompetenzteams erfolgt durch die einzelnen Schulämter vor Ort in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Bezirksregierung.

Zur Mitarbeit bei den Kompetenzteams als so genannte Moderatoren können sich Lehrer auf Ausschreibungen bewerben. Die Bedarfe, die den Ausschreibungen zugrunde liegen, werden vom entsprechenden Kompetenzteam entwickelt. Neben fachlichen Qualifikationen müssen Lehrer in ihrer Bewerbung Moderationskompetenzen nachweisen. Die jeweilige Kompetenzteam-Leitungführt Bewerbungsgespräche und sucht sich aus den Bewerbern geeignete Moderatoren aus, die für ihre Tätigkeit im Kompetenzteam vom Unterricht befreit werden. Mit diesen werden jedoch keine offiziellen Verträge geschlossen.

Auch bei der Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen verzichtet das Kompetenzteam Bielefeld auf den Abschluss von Kooperationsverträgen. "Sonst geht die Flexibilität der Verbindung verloren", erklärt Michael Wenzel. Die Verbindlichkeit zwischen den Partnern wird dadurch jedoch nicht beeinträchtigt. Sie wird gewährleistet, indem Verabredungen protokollarisch festgehalten werden, Absichtserklärungen erstellt werden und "letztendlich auch dadurch, dass die beteiligten Vorgesetzten hinter den Kooperationen stehen", so Michael Wenzel.

Kommunikation findet in Bielefeld zu einem großen Teil über E-Mails statt. So werden die Moderatoren per Email von der Kompetenzteam-Leitung über Neuigkeiten informiert. Eine Vollversammlung des Teams findet einmal im Jahr statt. Darüber hinaus treffen sich thematisch orientierte Arbeitsgruppen innerhalb des Teams, sobald dies aufgrund bestimmter Anlässe notwendig erscheint.