Auf die Partner kommt es an: Netzwerk-Zusammensetzung

Entscheidend für den Erfolg eines Netzwerks ist die Zusammensetzung seiner Beteiligten bzw. die Auswahl der Partner. Von den jeweiligen Zielen des Netzwerks hängt es vor allem ab, wie homogen und heterogen und wie groß die Beteiligung sein soll.

So ist es etwa ein Unterschied, ob alle Kindertagesstätten einer Kommune zur besseren Koordination von Elternabenden, Fortbildungen und Materialien oder zur gemeinsamen Interessenvertretung sich miteinander vernetzen oder ob es um eine bessere Integration nicht deutsch-stämmiger Kinder geht. Im letzteren Fall sollten in ein Netzwerk sinnvollerweise auch andere Partner einbezogen werden, die andere Erfahrungen und Kompetenzen im Umgang mit der Zielgruppe einbringen können.

Sicherlich hat die Heterogenität da ihre Grenzen, wo es absehbar ist, dass Positionen unvereinbar oder die Akteure unmittelbare Konkurrenten sind.

Fragen, die bei der Partnerauswahl zu klären sind, lauten also etwa: Welche Kompetenzen, Erfahrungen und Ressourcen sollten im Netzwerk vertreten sein? Welche potenziellen Partner stehen überhaupt zur Verfügung? Wo liegen besondere Stärken und Schwächen dieser Partner? Wo zeichnen sich Konfliktpotenziale ab? Inwieweit kann auf vorhandenen und bereits bewährten Kontakten aufgebaut werden?

Kontaktpflege

Netzwerke bilden sich ja nicht voraussetzungslos, sondern beruhen auf zumeist bereits vorhandenen Kontakten. Und sie entwickeln sich aus Anlässen, die ein gemeinsames und koordiniertes Agieren von Partnern nahe legen.

So gibt es oftmals Foren, runde Tische, Arbeitsgruppen, Online-Communities oder ähnliche Arbeits- und Kommunikationszusammenhänge, über die Kontakte bereits vorhanden sind und aus denen Netzwerke entstehen können. Natürlich lassen sich auch bewusst Veranstaltungen oder Treffen initiieren, um darüber Vernetzungen entstehen zu lassen (was insbesondere bei von außen initiierten, so genannten „Top-Down“-Netzwerken keine Seltenheit ist).



Medienpädagogischer Atlas

Wer Vernetzungsmöglichkeiten und Kooperationspartner sucht, der kann beim Medienpädagogischen Atlas (MPA) fündig werden.