Projekte und Auftaktveranstaltungen

Zur Beruhigung: Das Thema Medien muss nicht mit einem enormen technischen und zeitlichen Aufwand verbunden sein. Über soziale Netzwerke oder Computerspiele lässt sich z. B. auch im Rahmen einer Talkshow sprechen – ganz ohne den Einsatz von Medien. In diesem Rollenspiel-Setting, bei dem die jugendlichen Teilnehmer/innen die Positionen von Jugendschützern, besorgten Elternvertretern, Nutzern oder Anbietern übernehmen, entstehen oft erstaunliche Diskussionen, von denen alle profitieren können. Solche "technikfreien" Methoden zu kennen, stellt einen nicht zu unterschätzenden Aspekt für das Gelingen von Medienarbeit dar.

Mädchen am Tablet-Computer
Lupo / pixelio.de

Die Bezeichnung „bring your own device“ meint, private mobile Endgeräte wie Laptops, Tablets oder Smartphones in die pädagogische Praxis zu integrieren. Vor allem wenn Einrichtungen nicht über die notwendige technische Ausstattung verfügen, kann ein solcher Ansatz verschlossene Türen öffnen. Denn die Kinder und Jugendlichen verfügen heute überwiegend über Computer im Hosentaschenformat, die sich zu Recherchezwecken oder für kreative Medienarbeit einsetzen lassen. 

Stellen begrenzte finanzielle Mittel eine Hürde bei der Projektdurchführung dar, können mit Ideenreichtum und Engagement geeignete Wege zur Finanzierung gefunden werden. Gerade die Medienkompetenzförderung als Querschnittsaufgabe bietet vielfältige Möglichkeiten, für das eigene Vorhaben die richtigen Geldgeber/innen zu finden. Sei es das Unternehmen vor Ort oder eine Stiftung. Wertvolle Tipps zur Mittelakquise und ein nach Zielgruppen geordnetes Förderverzeichnis bietet das Medienkompetenzportal NRW in der Rubrik Projekt-Finanzierung.

Vortrag vor Publikum in großer Halle
© LfM

Als weitere Möglichkeit zum Einstieg ins Thema oder gar zur Entwicklung eines medienpädagogischen Gesamtkonzeptes für die eigene Einrichtung kann eine Auftaktveranstaltung wertvolle Impulse liefern. Viele der bereits genannten Anregungen eignen sich für ein solches Vorhaben. Beispielsweise der medienpädagogische Elternabend oder die Weiterbildung des Kolleg/innenkreises. Hieraus entwickelt sich oft der Bedarf oder die Sensibilisierung, das Thema auch im pädagogischen Alltag weiter zu verfolgen. Dies kann auch als wichtige Argumentationshilfe gegenüber kritisch eingestellten Kollegen oder Vorgesetzten dienen.

Aufhänger für eine Auftaktveranstaltung kann beispielsweise der jährlich stattfindende, internationale Safer Internet Day sein. In Deutschland koordiniert klicksafe die nationalen Aktivitäten und nennt alle beteiligten Institutionen. Hierdurch erhält das eigene Engagement vor Ort eine motivierende Außenwirkung.