Beratungsstellen

Beratung und Hilfe

Beratungstellen bieten Hilfe
Rainer Sturm / pixelio.de

Der Umgang mit Medien ist nicht immer leicht. Die Medienwelt ist im ständigen Wandel und bringt regelmäßig neue Herausforderungen und Risiken hervor. Große und kleine Medienutzer/innen wie auch Erziehungsberechtigte und Pädagog/innen werden mit ihren Fragen jedoch nicht allein gelassen.

In Deutschland gibt es viele Beratungsstellen für verschiedene Zielgruppen und Themen. Hier finden Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene professionelle Hilfe.

Nummer gegen Kummer
Der Verein Nummer gegen Kummer e.V. bietet neben dem erfolgreichen Kinder- und Jugendtelefon seit 2001 auch ein Elterntelefon an. Das größte telefonische Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und Eltern hilft kostenlos, anonym und vertraulich bei kleinen und großen Problemen. Die Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche ist montags bis freitags von 14 bis 20 Uhr in ganz Deutschland unter der Telefonnummer 0800-1110333 zu erreichen. Kinder und Jugendliche können auch eine persönliche Online-Beratung in Anspruch nehmen. Die Anmeldung dazu erfolgt über www.kijumail.de. Das Elterntelefon ist montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr und dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110550 zu erreichen.

Service-Telefon der BPjM /Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien
Die Fachleute der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) geben Eltern, Lehrer/innen und anderen Pädagog/innen am Service-Telefon (0228 - 37 66 31) individuelle pädagogische Hilfestellungen zu Fragen der Medienerziehung. Mit Hinweisen auf empfehlenswerte Medien soll die Orientierung in der Vielfalt der Medienangebote erleichtert werden. Außerdem werden Fragen zum pädagogischen und zum gesetzlichen Jugendmedienschutz beantwortet.

Ambulanz für Spielsucht / Uniklinik Mainz
Die Sabine M. Grüsser-Sinopoli Ambulanz für Spielsucht an der Uniklinik Mainz bietet u.a. gruppentherapeutische Behandlungsangebote für das Störungsbild Computerspiel- bzw. Internetsucht an. Es gibt dort auch eine Hotline Verhaltenssucht als anonymes und kostenloses Beratungsangebot für Betroffene und Angehörige. Die Hotline ist montags bis freitags von 12 bis 17 Uhr unter der kostenlosen Nummer 0800 1 529 529 erreichbar.

Sprechstunde zu Verhaltenssucht des CeBAR
Das Center for Behavioral Addiction Research (CeBAR) an der Universität Duisburg-Essen bietet auf dem Campus Duisburg eine Sprechstunde zum Thema Verhaltenssucht an. In der Sprechstunde können Personen eine ausführliche psychologische Diagnostik bezüglich der Symptomatik verschiedener Verhaltenssüchte erhalten. Darüber hinaus können die Personen an wissenschaftlichen Studien teilnehmen und erhalten bei Bedarf Beratung bezüglich einer passenden Behandlung.

Websucht.info
Die Fachstelle für Suchtprävention der Drogenhilfe Köln gGmbH richtet sich mit der Kampagne websucht.info an Eltern und Betroffene sowie an Pädagog/innen, die sich zu dem Thema Medienabhängigkeit informieren möchten. Mit dem Bundesmodellprojekt ESCapade wurde 2010 ein familienorientiertes Interventionsprogramm für Jugendliche mit problematischer Computernutzung geschaffen. Die Hilfe richtet sich an Familien mit Kindern im Alter von 13 bis 18 Jahren.

juuuport - Dein Schutz im Web
juuuport ist eine Website von Jugendlichen für Jugendliche. Auf der Plattform können sich Jugendliche über Erlebnisse oder Probleme im Web, mit dem Handy oder beim Computerspielen austauschen. Wer sich auf juuuport angemeldet hat, kann sich im fooorum öffentlich sichtbar Rat holen - oder in einer persönlichen Beratung durch jugendliche Scouts. Die Souts wurden extra für diesen Zweck geschult. Die Initiative für juuuport ging von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) aus. juuuport wird von verschiedenen Landesmedienanstalten - darunter auch die LfM - finanziert.

Beratung vor Ort

Wer eine Beratungsstelle in seiner Nähe sucht, wird über die folgenden Portale fündig:

Beratungsstelle der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung
Die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. (bke) ist der Fachverband für Erziehungs-, Familien- und Jugendberatung. Über die Webseite der bke kann eine Erziehungs- oder Familienberatungsstelle in der Nähe gefunden werden. Dabei wird in einer Datenbank gesucht, in der über 1.000 Beratungsstellen verschiedener Träger aus dem gesamten Bundesgebiet gelistet sind. 
Die Fachkräfte der bke bieten auch eine professionelle Beratung über das Internet für Eltern oder Jugendliche an. Die Online-Beratung ist wie die Beratung in den Erziehungs- und Familienberatungsstellen kostenfrei. Auf www.bke-jugendberatung.de finden Jugendliche im Alter zwischen 14 und 21 Jahren kostenlose und anonyme Beratung bei Problemen. Eltern finden bei Erziehungsfragen auf www.bke-elternberatung.de Hilfe. Es gibt Einzelberatungen, offene Sprechstunden, reservierte Einzelchats, Gruppenchats, ein Forum u.a. Die Beratungsleistungen werden von Berater/innen aus örtlichen Erziehungs- und Familienberatungsstellen erbracht.

Fach- und Landesstellen zum Kinder- und Jugendschutz
Die Internetseite jugendschutz.de bietet anhand der Kontaktadressen einen Überblick über die einzelnen Fach- und Landesstellen zum Kinder- und Jugendschutz in Deutschland. Je nach Bundesland gibt es dort unterschiedliche Angebote zur Beratung per Telefon oder vor Ort zu Fragen rund um das Thema Jugendschutz.

Fachverband Medienabhängigkeit
Der Fachverband Medienabhängigkeit setzt sich dafür ein, im Rahmen einer groß angelegten Kooperation ein Netzwerk von Forschern und Praktikern im deutschsprachigen Raum zu schaffen, die sich mit diesem neuartigen Krankheitsphänomen beschäftigen. Eine Übersicht an Beratungseinrichtungen bietet die Landkarte unter der Rubrik "Hilfe finden".

Portal der Verbraucherzentralen in Deutschland
Die Verbraucherzentralen in den 16 Bundesländern bieten Beratung und Information zu Fragen des Verbraucherschutzes, helfen bei Rechtsproblemen und vertreten die Interessen der Verbraucher/innen auf Landesebene. Über das gemeinsame Portal lassen sich die Verbraucherzentralen im jeweiligen Bundesland finden.

LVR-Klinik Bonn: Beratungsangebot für Medienabhängige
Die Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen und Psychotherapie der LVR-Klinik Bonn bietet ein ambulantes und stationäres Behandlungsangebot für junge Erwachsene mit einer Medienabhängigkeit im Bonner Raum an.Das Angebot richtet sich an diejenigen, bei denen die Beschäftigung mit Medien (wie z.B. im Rahmen von Onlinerollenspielen) zum Lebensinhalt geworden ist, die evtl. mehrfach erfolglos versucht haben, den Mediengebrauch zu reduzieren, und bei denen der Mediengebrauch in engem Zusammenhang mit Unsicherheit, Ängsten, Depression oder anderen psychischen Problemen steht. Im Rahmen des überwiegend kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlungskonzeptes werden eine wöchentliche Sprechstunde für Betroffene und deren Angehörige, psychologische und ärztliche Einzelgespräche sowie gruppentherapeutische Angebote integriert.