Gemeinsame Merkmale

Trotz der Vielfalt von Netzwerktypen gibt es gemeinsame Merkmale, die insbesondere in sozialen Netzwerken zu finden sind:

Netzwerke sind Verflechtungssysteme, die – gleich einem Spinnennetz – durch viele Verknüpfungen und Verbindungen eine Kombination aus Stabilität und Flexibilität ermöglichen. Dort treffen unterschiedliche Ideen, Kompetenzen, Meinungen treffen aufeinander. Netzwerke ermöglichen ein Modell zum Austausch, das gerade für Akteure aus Weiterbildung, Kultur und sozialen Handlungsfeldern große Potenziale bietet.

Mitglieder bzw. Akteure von Netzwerken können Vertreter von Organisationen und Einrichtungen oder auch einzelne Personen sein. Theoretisch kann Vernetzung mit minimal drei Akteuren beginnen. Allerdings steigt das Potenzial des Netzwerks mit der Mitgliederzahl durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Ressourcen. Vorteilhaft ist es, wenn Akteure aus unterschiedlichen Handlungsfeldern vertreten sind, deren Kompetenzen und Ressourcen sich sinnvoll ergänzen.

Ressourcen für erfolgreiche Netzwerkarbeit

Unterschiedliche Mitglieder bringen ganz unterschiedliche Ressourcen mit sich. Und das ist auch gut so - denn die Arbeit in Netzwerken erfordert zahlreiche Tätigkeiten, die für ein erfolgreiches Netzwerk notwendig sind. 

Die Vorbereitung und Planung von Netzwerkaktivitäten erfordert z.B.:

  • Inhaltliche Gestaltung und Ausarbeitung von Workshops oder Materialien
  • Versand von Einladungen und Verwaltung der Anmeldungen
  • Anmietung von Räumen
  • Öffentlichkeitsarbeit

Während der Durchführung von Veranstaltungen sind beispielsweise folgende Ressourcen wichtig:

  • Betreuung der Teilnehmer/innen
  • Moderation und Durchführung von Workshops
  • Vorstellung von Projekten und Angeboten

Nach gelungener Netzwerkaktivität steht die Nachbereitung an. Dazu gehören etwa:

  • Entwicklung und Durchführung einer Evaluation
  • Treffen zur Nachbearbeitung mit Projektpartnern
  • Öffentlichkeitsarbeit nach der Veranstaltung

 Mithilfe verschiedener Mitglieder können die damit verbundenen Ressourcen optimal den einzelnen Aufgaben und Verpflichtungen zugeordnet werden.

Sehr große und komplexe Netzwerke erfordern in der Regel mehr Organisation und eine professionelle Koordination bzw. Steuerung. Basis für funktionierende Beziehungen im Netzwerk sind Vertrauen, Zuverlässigkeit und Freiwilligkeit.

Netzwerk-Beziehungen sind personenorientiert. Das bedeutet, dass Gelingen und Wirkung eines Netzwerks wesentlich vom Engagement seiner Mitglieder abhängen. Das Engagement muss nicht gleichmäßig verteilt sein: Häufig sind einzelne Mitglieder treibende Kräfte und zentrale Bezugspunkte. Wichtig ist jedoch, dass solche unterschiedlichen Beteiligungen transparent und von allen akzeptiert sind.