Geldwerte Unterstützung

Alternativen zur finanziellen Förderung

Die Unterstützung für ein Medienkompetenzprojekt muss nicht notwendigerweise finanzieller Natur sein. Die Unterstützung kann auch anders aussehen, beispielsweise durch:

  • Inhalte und Materialien
  • Ausleihe von Medientechnik
  • Sachsponsoring
  • Beratung und fachliche Unterstützung
  • Kooperation

Solche frei verfügbaren oder sehr preisgünstig zu beziehenden Ressourcen können die für das Projekt erforderlichen Finanzmittel erheblich reduzieren. Im Folgenden werden einige alternative Wege der Unterstützung kurz vorgestellt.

Inhalte und Materialien

In Nordrhein-Westfalen gibt es zahlreiche Einrichtungen, Initiativen und Projekte, die sich intensiv mit der Medienkompetenzförderung beschäftigen und vielfältige Konzepte und Materialien zum Einsatz im Unterricht, in der offenen Jugendarbeit, in der Erwachsenenbildung etc. entwickeln und zur Verfügung stellen.

Wenn Sie sich beispielsweise in Ihrem Projekt mit dem Medium Film beschäftigen wollen, sollten Sie sich die Frage stellen, ob die benötigten Materialien zur Durchführung des Projektes nicht auch von Einrichtungen kostenlos bzw. sehr preisgünstig bezogen werden können. Beispielsweise bietet die Initiative Film + Schule NRW für Lehrer/innen aus NRW, die einen EDMOND-Zugang über ihr kommunales Medienzentrum haben, kostenlos einen USB-Stick zur Unterstützung der filmpädagogischen Arbeit an. Der Filmstick erleichtert den Einstieg in die Filmarbeit und enthält eine Zusammenstellung von Software, kurzen Filmausschnitten, Broschüren und Software-Tutorials, die eine Bereicherung für Medienkompetenzprojekte sein kann. Für alle anderen Interessierten ist der Stick zum Selbstkostenpreis erhältlich.

Ausleihe von Medientechnik

Zwar nicht für jedes, aber insbesondere für viele handlungsorientierte Medienkompetenzprojekte wird der Einsatz von Medientechnik notwendig. Einen schnellen Überblick über Institutionen in NRW, die Medientechnik verleihen, bietet der Medienpädagogische Atlas. Wenn Sie auf der Einstiegsseite des Medienpädagogischen Atlas NRW die Datenbanksuche aufrufen und anschließend die Suchoption „Zur Techniksuche“ auswählen, finden sie zahlreiche Einrichtungen in NRW, die IT- und AV-Technik verleihen. Dabei kann die Suche auf einen oder mehrere Städte/Kreise eingeschränkt werden. Die Möglichkeit der Ausleihe solcher Ressourcen wie Kameras, Computer oder Software sollte daher vor jedem Projekt ernsthaft geprüft werden. Als Ansprechpartner hierfür kommen neben z. B. den (Schul-) Medienzentren auch viele weitere Institutionen in NRW in Frage.

Sachsponsoring

Insbesondere für kleinere Medienkompetenzprojekte sollte auch darüber nachgedacht werden, inwieweit das sogenannte Sachsponsoring, also die Bereitstellung geldwerter Sachmittel und Dienstleistungen, zum Erfolg des Projekts beitragen kann. In diesem Zusammenhang ist z. B. an die Nutzung von Tagungsräumen, Arbeitsplätzen, Qualifizierungen, Übernachtungsmöglichkeiten, freier Software, Internetzugängen oder die Verwendung anderer Sachressourcen zu denken.

Beratung und fachliche Unterstützung

Es gibt bereits vielfältige Einrichtungen und Netzwerke in NRW, die bei Fragen zur Medienkompetenzvermittlung mit Rat und Tat zur Seite stehen. Je nach Projektbeteiligten können unterschiedliche Unterstützungsstrukturen in das Projekt einbezogen werden: Ein/e Lehrer/in kann z. B. auf andere Unterstützungen zurückgreifen als ein freier Medienpädagoge oder ein Medienkünstler.

Die Initiative „Open Ruhr“ fördert beispielsweise Kreative mit dem Ziel, Barrieren abzubauen, die kreative Arbeit behindern. Dazu zählen etwa Lizenzgebühren, Copyright oder fehlendes Material.

Lehrer/innen stehen eine Reihe von Initiativen und Organisationen zur Verfügung, die sie bei der Projektarbeit unterstützen können. Beispielsweise fördert die Medienberatung NRW mit ihrer Initiative Bildungspartner NRW die Entwicklung von Kooperationen vor Ort und koordiniert die Zusammenarbeit von Schulen mit Museen, Medienzentren, Bibliotheken und Volkshochschulen in NRW. Im Bereich der Lehrerfortbildung sind die Kompetenzteams NRW die richtigen Ansprechpartner. Weitere Unterstützungsangebote gibt es durch Projekte wie etwa Lehrer-Online, Stiftungen, aber auch durch die örtlichen Zeitungsverleger oder die regionalen Energieunternehmen.

Für Pädagog/innen der außerschulischen Medienbildung bieten sich als Ansprechpartner beispielsweise das jfc Medienzentrum in Köln an, das bei der Entwicklung und Umsetzung von Medienprojekten beratend zur Seite steht, oder die LAG Lokale Medienarbeit NRW, die lokale und regionale Organisationen bei der Konzeption, Planung und Durchführung von Medienprojekten in den Sparten Film, Fernsehen, Video, Fotografie, Audio, Radio, Computer, Internet und Multimedia unter die Arme greift.

Weitere Ansprechpartner in NRW finden Sie über den Medienpädagogischen Atlas.

Kooperation

Kooperationen mit anderen Partnern vor Ort können die Arbeit erheblich erleichtern. An vielen Orten und zu verschiedenen Themen haben sich Netzwerke von Einrichtungen und Trägern gebildet, die bereits über Erfahrungen, Kontakte und andere Ressourcen in bestimmten Bereichen der Medienkompetenzförderung verfügen. Sie können bei der Lösung von Problemen helfen und Neulinge in der Projektentwicklung unterstützen bzw. Projekte in Kooperation durchführen.

Die Vorteile und Erfolgsfaktoren von Netzwerkarbeit können in der Rubrik Netzwerke nachgelesen werden.

Hilfreich zum Auffinden von bestehenden Netzwerken in NRW und Kooperationspartnern sowie zur Planung von Projekten ist auch hier der Medienpädagogische Atlas, über den Netzwerke, Akteure und beispielsweise ähnliche Projekte vor Ort recherchiert werden können.