Risiken & Gefahren

Personalisierte Werbung und Datenmissbrauch

Die Währung des Internets sind persönliche Daten, Aufmerksamkeit und Aktivität der Nutzer. Um personalisierte Werbung zu ermöglichen, betreibt etwa Google ein ausgiebiges Nutzer-„Tracking“ und wertet technisch bedingte Spuren Ihrer Reise durch das Netz aus (das betrifft Informationen über Ihre IP-Adresse, das Betriebssystem, die Sprache usw.). Suchen Sie über Google etwa nach einem neuen Fahrradhelm, bekommen Sie nicht nur Werbeanzeigen über und neben der Trefferliste angezeigt. Sie werden auch beim Besuch anderer Websites oder Ihres Google-E-Mail-Postfachs konsequent auf Helmangebote aufmerksam gemacht.

Wie kann man sich davor schützen?

  • Sie können Ihre Profil- und Standortdaten, die Google über Sie als Internetnutzer angelegt hat, auf folgenden Seiten einsehen:

  • In den Anzeigeneinstellungen können Sie auch die Programme, die Sie über mehrere Seiten verfolgen (sogenannte „Tracking-Cookies“), abschalten.
  • In den erweiterten Einstellungen Ihres Browsers können Sie „Drittanbieter“-Cookies von Werbenetzwerken etc. ablehnen. Aktuelle Browser-Versionen enthalten zusätzliche Sicherheitsfunktionen wie „Do Not Track“ oder schwarze Listen.
  • Sie können sogenannte Meta-Suchmaschinen vorschalten, wie www.ixquick.de oder www.startpage.de. Eine Meta-Suchmaschine leitet Suchanfragen an Google weiter und liefert die entsprechenden Suchergebnisse zurück. Durch die Zwischenschaltung werden aber keine persönlichen Informationen von Ihnen an Google gesendet.

Schadsoftware und Betrug

Internetnutzer müssen sich außerdem verstärkt mit gefälschten Websites, Schadsoftware, Trojanern und Ähnlichem auseinandersetzen. Da sich Cyber-Verbrechen ständig den aktuellen Gegebenheiten und neuesten Anti-Virus-Programmen anpassen, ist Aufmerksamkeit gefragt.

  • Vorsicht bei Mails mit Dateianhängen oder Links: Auch wenn Ihnen der Absender bekannt ist, kann es sich um Schadsoftware handeln. Spricht der Absender Sie nicht persönlich mit Namen an oder scheint er die deutsche Sprache verlernt zu haben, sollten Sie misstrauisch sein.
  • Skepsis ist auch bei Websites angebracht, die aktuelle Kinofilme oder Musik kostenlos anbieten. Abgesehen davon, dass diese Seiten wahrscheinlich illegal sind und sich die Besucher unter Umständen durch die Nutzung der Inhalte strafbar machen, können hier auch Links zu Angeboten mit Abofallen oder Viren platziert sein.
  • Halten Sie Betriebssystem und Programme aktuell (gerade Windows-Systeme und Software wie Adobe Reader, Adobe Flash Player und Java sind stark betroffen).
  • Informieren Sie sich über aktuelle Bedrohungen und schützen Sie Ihren Rechner. Auch außerhalb der Fachmedien wird über gefährliche Würmer und Viren berichtet.
  • Achten Sie bei Onlinegeschäften wie z. B. Onlinebanking auf eine SSL-verschlüsselte Internetverbindung. Diese erkennen Sie entweder an der Adresse der Website, die mit „https“ statt „http“ beginnt, oder an einem Schloss-Symbol neben der Adresszeile. 
  • Seien Sie sparsam mit Daten oder Passwörtern. Weder Banken noch Online-Bezahldienste wie etwa PayPal verlangen Anmeldedaten, Passwörter oder TANs per E-Mail. Im Zweifel lohnt immer ein Anruf bei Ihrer Bank oder dem Dienstleister. 
  • Installieren Sie eine Firewall und einen aktuellen Virenscanner.