Jugendschutz im Internet

Das Internet bereitet Jugendschützern zunehmend Sorgen, denn über das weltweite Netz können problematische Inhalte sehr schnell verbreitet werden. Die globale Struktur des Webs ist für den Jugendschutz in Deutschland ein Problem, denn viele Anbieter von bedenklichen Webseiten haben ihren Sitz im Ausland.

Logo von Jugendschutz.net

Um die Einhaltung des Jugendschutzes im Internet zu überprüfen haben die Jugendministerien aller Bundesländer 1997 jugendschutz.net gegründet. Doch obwohl die Mitarbeiter/innen von jugendschutz.net mit viel Engagement und Kompetenz agieren, sagen sie selbst, dass „bei der Schnelligkeit des Mediums und der Fülle jugendschutzrelevanter Angebote eine umfassende Kontrolle im Internet nicht mehr möglich ist“. Daher sind sie zusätzlich zu eigenen Recherchen auf Hinweise von Nutzer/innen angewiesen.

Logo der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter

Unternehmen und Verbände der Online-Wirtschaft haben die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) gegründet. Über einen Verhaltenskodex, Selbstverpflichtungserklärungen und andere Maßnahmen wird versucht, die Verbreitung rechtswidriger und jugendgefährdender Inhalte in Online-Diensten zu verhindern.

Filter alleine reichen nicht

Es gibt inzwischen eine Reihe von technischen Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche vor unerwünschten Inhalten zu schützen. Auf klicksafe.de wird die Funktionsweise von solcher Jugendschutzsoftware erläutert – zudem werden gängige Filterprogramme vorgestellt. Technische Schutzmaßnahmen sind vor allem für Kinder wichtig, die ihre ersten Schritte im Netz unternehmen.

Cover des Lehrerhandbuchs des Internet-ABC

Noch wichtiger ist es jedoch, Kindern beim Einstieg ins Internet zur Seite zu stehen und sie als Erziehungsberechtigte/-r oder Pädagog/in zu begleiten. Konkrete Hilfe bei den ersten Schritten im Netz bietet das Internet-ABC mit der Rubrik „Wissen, wie´s geht“.

Der sinnvollste Schutz ist eine Kombination aus technischen Maßnahmen und erzieherischen Mitteln. Denn kein Filter bietet hundertprozentige Sicherheit, dass Kinder und Jugendliche nicht mit problematischen Inhalten konfrontiert werden. Deshalb ist es wichtig, dass sie einen Ansprechpartner haben, um schockierende Bilder oder andere bedenkliche Inhalte einordnen zu können und zu verarbeiten.