Materialien und Übungen

Im Folgenden stellen wir exemplarisch einige der Übungen vor, die den beiden Publikationen für die Medien- und Sprachbildung zum einen für den Einsatz in der Kita, zum anderen auch für Eltern zuhause entnommen sind.

Übungen für die Kita

Die Übungen für die Kita orientieren sich an den bereits definierten Themenfeldern, der Medienerziehung. Die Materialien bieten den Nutzern immer einen Einstieg, sowie Tipps zur Erarbeitung und Durchführung bis zum Abschluss. Auch kann für verschiedene Sprachstände differenziert werden.

Wichtig bei der täglichen Arbeit ist, dass die Erzieher/innen immer als Sprachvorbild fungieren. Sie sollen daher darauf achten, den Kindern während der Aktivitäten stets gute und für die Sprachbildung brauchbare Beispielsätze anzubieten, und den Kindern ein korrektives Feedback zu geben.   

Grundprinzip

Junge an Videokamera
© LfM/LaKI

Für das Erlernen der Sprache benötigen die Kinder Beispiele, anhand derer sie sprachliche Muster erkennen können. Darum geben die Materialien zu allen Übungen Beispielsätze vor, die von den Kindern mitgesprochen und verwendet werden sollen. Außerdem gibt es eine Wortschatzliste, auf der alle Wörter zu finden sind, die gefördert werden können. Während sich die Kinder mit den Medienaktivitäten beschäftigen, üben sie so auch die Sprache ein.

Beispiel: Aktivität 3 – Wir zaubern mit der Videokamera

Hier lernen die Kinder beim darstellenden Spiel im Gruppenraum nicht nur den Umgang mit der Videokamera, sondern auch, die Machart des Fernsehens kritisch zu hinterfragen. Jede Aktivität wird gezielt sprachlich begleitet: Dabei werden Wortschatz, Syntax sowie Sprachhandlungen trainiert, erweitert und gefestigt.

Mehr zu dieser Aktivität im Hauptwerk ab Seite 49.

Beispiel: Aktivität 14 – Ein eigenes Bilderbuch erstellen

Beim Gestalten eines eigenen Bilderbuchs soll sich die Kindergruppe abstimmen und dann eine Geschichte inszenieren und fotografieren. Das fördert Kreativität und Kommunikation.

Mehr zu dieser Aktivität im Hauptwerk ab Seite 83.

Übungen für Zuhause

Auch die Übungen für die Eltern orientieren sich an den Themenfeldern der Medienerziehung. Jedoch sind sie als Drei-Wochen-Programm konzipiert, das an jedem Wochentag eine Aktivität bietet. Dieser Zeitrahmen ist jedoch nur als Vorschlag zu sehen – wichtig ist vielmehr, dass sowohl Eltern als auch Kinder gerade in der richtigen Stimmung für die Aktivitäten sind. 

Viele weitere praktische Tipps zur Umsetzung finden Sie im Begleitheft ab Seite 24.

Grundprinzip

Mädchen vor Fernseher
© LfM/LaKI

Während die Materialien in der Kita auch zum Erlernen der deutschen Sprache genutzt werden, bieten sie zuhause Anlässe zur Sprachbildung in der Familiensprache. Ob diese jetzt Deutsch oder eine andere ist, spielt keine Rolle. Alle Übungen sollen zum Austausch anregen – und vermitteln gleichzeitig wertvolles Medienwissen.

Beispiel: Erste Woche, Tag 2 – Fernsehen nach Plan – Regeln für die Mediennutzung

Hier erarbeiten Eltern und Kind zusammen feste Regeln für die Fernsehnutzung, bei der Einhaltung helfen selbstgebastelte Zeitkarten.

Mehr zu dieser Aktivität im Begleitheft ab Seite 28.

Beispiel: Zweite Woche, Tag 2 – Bunt und schön – Augen auf, Werbung!

Bei dieser Aktivität werden Kinder für den Unterschied von Werbung und Programm sensibilisiert und denken über die Ziele von Werbung nach.  

Mehr zu dieser Aktivität im Begleitheft ab Seite 36