Werbung und Jugendschutz

Welche Risiken gibt es?

Ein Hauptanliegen des Jugendschutzes ist es, Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, sich zu einer selbstverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Person zu entwickeln. Diese Persönlichkeitsentwicklung wird vom bestehenden System des Jugendmedienschutzes gewährleistet. Problematische Situationen können jedoch entstehen, wenn Kinder oder Jugendliche ungeeigneten Werbeinhalten ausgesetzt werden, die ihre sozial-kognitive Entwicklung beeinträchtigen können. Dazu gehören etwa sexualisierte Inhalte, Gewalt oder starke Rollenklischees. Jedoch treten diese in der Praxis eher selten auf.

Was können Medienpädagogen und Anbieter tun?

Auf Seite der Nutzer wie auch der Medienpädagogik gilt es, die vorhandenen Meldemöglichkeiten für Werbeinhaltsbeschwerden zu nutzen und sie zu verbreiten.

Hingegen sollten die Anbieter von Werbung und ihre Organisationen auch folgende Aspekte in Betracht ziehen:

  • Werbenetzwerkbetreiber in Aufsichtsverfahren zur zentralen Abstellung bei Rechtsverstößen einbeziehen.
  • Auf ethik- und entwicklungsrelevante Werbethemen auf Kinderseiten verzichten.
  • Richtlinien der Werbeselbstkontrolle (derzeit auf dem Stand von 1998) modernisieren.

Tipps für Eltern

Die gemeinsame Nutzung von Geräten kann dazu führen, dass Kinder mit ungeeigneten Werbeinhalten konfrontiert werden, die sich eigentlich an Erwachsene richten. Abhilfe kann hier das Einrichten von eigenen Accounts für die Kinder schaffen.