Bibliothek

Bibliotheken sind als offene Bildungseinrichtungen für alle Generationen ein zentraler Bestandteil in Städten und Gemeinden. Während die Bibliothek früher in erster Linie zur Recherche von Informationen in bestimmten Büchern genutzt wurde, recherchieren viele Nutzerinnen ihre Fragen heute zunächst im Netz. Die Anforderungen an Bibliotheken haben sich dadurch stark verändert. Doch auch die Bedürfnisse der Besucher/innen haben sich gewandelt: Während das Wissen aus Bibliotheksbüchern in der Regel als zuverlässig eingestuft werden kann, müssen Nutzer/innen bei Online-Recherchen selbständig erkennen können, welche Informationen vertrauenswürdig sind. So zeigt sich auch, dass Bibliotheken durch die Digitalisierung neue Aufgaben für die Gesellschaft übernehmen können, bei denen die Förderung von Medienkompetenz – und damit die Medienpädagogik – eine zentrale Rolle spielt.

Materialien, Technik und Konzepte

So unterschiedlich wie der Aufbau und das Sortiment jeder Bibliothek, so vielfältig können auch die medienpädagogischen Angebote sein. So kann in der Bibliothek durch die Anschaffung einzelner Materialien etwas Neues entstehen, abhängig von der Affinität der Bibliotheksangestellten und Besucher/innen. Filme und passende Filmabende oder -Nachmittage können eine Idee sein. Aber auch die Konzeption von Workshops rund um Medienkompetenzthemen, zu denen keine zusätzliche Technik angeschafft werden muss, kann gewinnbringend sein. Die Bibliothek kann ihren Besucher/innen auch die Möglichkeit bieten, ihre Hobbys und Interessen auszuleben, unter anderem mit Materialien und Geräten, die Zuhause nicht zur Verfügung stehen.

Dazu gehören zunächst grundlegende Überlegungen. Wie kann man Materialien und Technik sinnvoll in den Bibliotheksalltag integrieren – oder soll damit ein völlig neuer Bereich geschaffen werden? Nicht immer muss am Anfang ein ausführliches Konzept ausgearbeitet werden. Oft fällt es leichter, ein einzelnes Tool auszuprobieren und damit zu starten. Mit medienpädagogischen Projekten können Bibliotheken nicht nur das eigene Repertoire erweitern, sondern auch ganze neue Zielgruppen ansprechen. Einige Anregungen und bereits bewährte Ideen werden im Folgenden vorgestellt. Ideen und Tipps aus der Praxis gibt es auch im Best Practice.
Dabei gilt immer: Vieles kann – nicht alles muss.

Förderung von Informationskompetenz

Maker Spaces in der Bibliothek

Roboter in der Bibliothek

Gaming in der Bibliothek

Tipp: Der dbv bibliothekskanal

Auf dem YouTube-Kanal des DBV befinden sich einige Videos mit praktischen Tipps für verschiedene medienpädagogische Themen, die die Bibliothek bedienen kann.

Die Bibliothek auf Social Media

Nicht nur die Angebote der Bibliothek ändern sich mit der Digitalisierung. Die Bibliothek kann auch zu einem Akteur in den sozialen Medien werden. Neben einer Webseite und einen Facebook-Profil kann die junge Zielgruppe besonders über Instagram gut erreicht werden. Auf dem Instagram-Profil können Sie neu eingetroffene Medien vorstellen, oder Aktivitäten der Bibliothek dokumentieren und für Veranstaltungen werben. Zudem bieten Social Media Plattformen wie Instagram oder auch YouTube die ideale Möglichkeit, sich zu vernetzen. Treten Sie in Kontakt mit anderen Bibliotheken, Buch-Blogger/innen und natürlich der Zielgruppe.

Vernetzen Sie sich!

Beim Aufbau neuer Ideen und Konzepte zur Medienpädagogik in Bibliotheken kann der Austausch mit Anderen sehr hilfreich sein. Besuchen Sie Bibliotheken im Umkreis oder nutzen Sie bestehende Netzwerke – auch online. Im Bibliotheksverband gibt es beispielsweise das Netzwerk Medienbildung. Auf Twitter findet monatlich Austausch von Bibliotheken aus dem deutschsprachigen Raum unter #bibchat statt! Alle Themen und aktuellen Termine finden Sie auf dem Bibchat Profil.