Coding for Tomorrow – Hub für digitale Bildung

Die digitale Zukunft ist hier. Mit diesem Slogan macht Coding for Tomorrow darauf aufmerksam, dass Kinder und Jugendliche auf die digitale Zukunft vorbereitet werden müssen. Im Düsseldorfer Hub lernen sie kreativen Umgang mit der Technik der Zukunft.

Coding for Tomorrow auf einen Blick

  • Außerschulischer Lernort (HUB) für digitale Bildung
  • Zielgruppe: Kinder und Jugendliche sowie pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte und Eltern
  • Ziel: innovativen, kreativen Umgang mit Medien fördern
  • Finanzierung: Vodafone Stiftung Deutschland
  • Durchführung: Junge Tüftler
  • Gründung: November 2017

Mehr Informationen finden Sie im MPA-Eintrag, über aktuelle Veranstaltungen werden Sie am besten auf der Webseite informiert.

Gründung

In November 2017 startete die Initiative der Vodafone Stiftung in Kooperation mit den Jungen Tüftlern. Zielsetzung war die Chancengerechtigkeit durch kostenfreie Workshops zu erhöhen und junge Menschen auf ihre (digitale) Zukunft vorzubereiten. Das Ziel der Workshops sollte ein innovativer und kreativer Umgang mit Digitalem sein. Programmieren (Coding) sollte dabei der Hauptaspekt der Arbeit sein. Der Hub sollte als außerschulischer Lernort Kindern und Jugendlichen freie Angebote zur Teilnahme anbieten. Doch in dem modern eingerichteten ehemaligen Industrie-Gebäude auf 190 Quadratmetern kam es etwas anders.

Nachdem Coding for Tomorrow viele Anfragen von Schulen bekam, passten sie ihr Konzept im laufenden Prozess an ihre Zielgruppe an. Seitdem gibt es beides: schulische und außerschulische Angebote, für Kinder, Jugendliche und Eltern ebenso, wie für pädagogische Fachkräfte.

Angebote für Kinder und Jugendliche

Bild: Kilian Kottmeier, Junge Tüftler

Für Kinder und Jugendliche bietet Coding for Tomorrow Workshops und Ferienwochenprogramme an. In eintägigen sogenannten Makeathons können sich Kinder und Jugendliche spielerisch Coding-Herausforderungen stellen.

Vormittags außerhalb der Ferienzeit können Schulen aus Düsseldorf und Umgebung den HUB besuchen. Besuche von Schulklassen stellen derzeit den Schwerpunkt der Arbeit dar. Zu mehreren 90-Minuten-Einheiten kommen bis zu dreißig Schüler/innen mit ihren Lehrer/innen in den HUB und bekommen ein Grundverständnis für Algorithmen und Programmieren vermittelt. Die Einheiten finden in Anknüpfung an den Fachunterricht und immer in Absprache mit der jeweiligen Lehrperson statt. Hierbei muss es sich nicht zwingend um Unterricht im MINT-Bereich handeln, denn auch in andere Fächer lassen sich Algorithmen oder Programmieren gut einbinden. So wurde bereits eine Zeit lang der Philosophie-Unterricht einer Klasse im HUB abgehalten.

Angebote für Lehrkräfte

Lehrkräfte, die ihre Klassen begleiten, werden in Unterrichtseineiten im HUB grundsätzlich miteinbezogen. Auch sie lernen mit um die Themen anschließend im Unterricht weiterführen zu können. Dazu gibt es OER-Materialien auf der Webseite im Download-Bereich. Für Lehrkräfte gibt es zudem auch ein eigenes Fortbildungsangebot.

Coding for Tomorrow hat ein dreitägiges Fortbildungskonzept entwickelt, mit dem sie Lehrkräfte in kreative Medien- und Codingarbeit schulen. Unterschieden wird dabei in Fortbildungen für Lehrkräfte in der Grundschule und für weiterführende Schulen. Am ersten Tag können sich die Lehrkräfte einen Überblick über die elektronischen Werkzeuge sowie Software für ihre Schulart verschaffen. An Tag zwei geht es um die Frage, wie diese Tools im Unterricht eingesetzt werden können. Hierbei werden pädagogisch-didaktische Hilfestellungen gegeben. Am dritten Tag begleitet ein Trainer die Lehrkräfte in ihre eigene Schule und unterstützt sie dabei, einen Projekttag zu veranstalten.

Coding for Tomorrow veranstaltet auch Kennenlernworkshops, die innerhalb von zwei Stunden jeweils ein Programmiertool beleuchten und sich explizit an programmierunerfahrene Lehrkräfte richten. Für Lehrkräfte, für die ein 3-tägiger Workshop zu zeitintensiv erscheint, stellen die Kennenlernworkshops eine gute Alternative dar. 

Ausblick

Coding for Tomorrow hat seinen festen Standort in Düsseldorf. Hier entwickeln die jungen Tüftler/innen neue Konzepte, erproben ihre Materialien, sammeln Erfahrungen in der Durchführung und bekommen Feedback von Kindern, Jugendlichen und Lehrkräften. Im Herbst finden jedoch erstmalig auch Schulungen in Köln statt.

Gründe für die Auszeichnung als Empfehlung des Monats:

Das Angebot von Coding for Tomorrow besteht erst seit 10 Monaten. Doch mit seinen Konzepten widmet sich Coding for Tomorrow um einem dringenden Bedarf: Programmieren schon Kindern näherzubringen, um sie auf die digitale Zukunft vorzubereiten. Durch ihr feines Gespür für die Bedürfnisse in der Bildungslandschaft, haben sie ihr Konzept bereits in der kurzen Zeit an die Zielgruppe angepasst. Jedoch nicht ohne ihre Zielgruppe zu fordern und damit zu fördern. Coding for Tomorrow setzt einen Leuchtpunkt in der eher programmierunerfahrenen Bildungslandschaft.