Eigene Projekte durchführen

Der Bedarf für medienkompetenzfördernde Angebote ist groß. Kleinkinder lernen bereits früh, wie man auf dem Tablet wischen muss, um Fotos anzuschauen, Grundschüler fragen nach dem ersten Smartphone, Jugendliche nutzen digitale Medien als kreative Spielwiese und ihre Eltern sind unsicher – Was ist gut für die eigenen Kinder und was nicht. Lernen wird zunehmend digitaler, wie vieles alltägliche und so sind auch Pädagog/innen gefordert produktiv mit Medien umzugehen.

Medienkompetenzveranstaltungen trotz fehlender Mittel?

Der Wunsch das Thema Medienkompetenz zu verbreiten ist da, aber manchmal fehlt es schlicht an Räumlichkeiten, technischer Ausstattung oder Fachkompetenz. Es gibt dennoch Möglichkeiten, die Medienkompetenz der Zielgruppe zu fördern.

Zur Beruhigung: Das Thema Medien muss nicht mit einem enormen technischen und zeitlichen Aufwand verbunden sein. Über soziale Netzwerke oder Computerspiele lässt sich z. B. auch im Rahmen einer Talkshow sprechen – ganz ohne den Einsatz von Medien. In diesem Rollenspiel-Setting, bei dem die jugendlichen Teilnehmer/innen die Positionen von Jugendschützern, besorgten Elternvertretern, Nutzern oder Anbietern übernehmen, entstehen oft erstaunliche Diskussionen, von denen alle profitieren können. Solche "technikfreien" Methoden zu kennen, stellt einen nicht zu unterschätzenden Aspekt für das Gelingen von Medienarbeit dar.

Ganz gleich welches Format eine Veranstaltung hat – zur Organisation braucht es ein wenig Struktur. Helfen kann dabei diese Zeitplan-Checkliste, die nach dem Download auf das eigene Format angepasst werden kann. Außerdem hilft die Raum-Checkliste besonders beim Besichtigen von fremden Veranstaltungsräumen dabei, an alles zu denken, was später für die Veranstaltung wichtig ist.

Kinder und Jugendliche verfügen heute überwiegend über Computer im Hosentaschenformat, die sich zu Recherchezwecken oder für kreative Medienarbeit einsetzen lassen. Die Bezeichnung „bring your own device“ meint, private mobile Endgeräte wie Laptops, Tablets oder Smartphones in die pädagogische Praxis zu integrieren. Vor allem wenn Einrichtungen nicht über die notwendige technische Ausstattung verfügen, kann ein solcher Ansatz verschlossene Türen öffnen.

Stellen begrenzte finanzielle Mittel eine Hürde bei der Projektdurchführung dar, können mit Ideenreichtum und Engagement geeignete Wege zur Finanzierung gefunden werden. Gerade die Medienkompetenzförderung als Querschnittsaufgabe bietet vielfältige Möglichkeiten, für das eigene Vorhaben die richtigen Geldgeber/innen zu finden. Sei es das Unternehmen vor Ort oder eine Stiftung. Wertvolle Tipps zur Mittelakquise und ein nach Zielgruppen geordnetes Förderverzeichnis bietet das Medienkompetenzportal NRW in der Rubrik Projekt-Finanzierung.

Auftaktveranstaltungen

Workshops

Barcamps

Online veranstalten und publizieren